Von news.de-Volontär Christopher Rust - 04.05.2016, 16.52 Uhr

Banzai Skydiving: Fallschrimspringen ohne Fallschirm

Auf der Suche nach immer gefährlicheren Abenteuern und immer größeren Kicks schrecken wahre Adrenalin-Junkies vor nichts zurück. Auch nicht davor seinen Fallschirm aus dem Flugzeug zu schmeißen, um dann hinterher zu springen.

"Banzai Skydiving" nennt sich der lebensgefährliche Sport, bei dem man seinem eigenen Fallschirm hinterher springt. Bild: pict rider/Fotolia

Der Wunsch des Fliegens ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Vorreiter wie die Gebrüder Wright und Otto Lilienthal brachten uns dem ein ganzes Stückchen näher und ermöglichten uns das Leben, wie wir es heute kennen. Für alle, die keinen Flugschein machen können oder das "Fliegen" viel direkter spüren wollen, erfand Leonardo da Vinci bereits im Jahre 1483 den Fallschirm.

Doch auch dieser Adrenalin-Kick reicht einigen heute nicht mehr aus. Sie schmeißen ihre Lebensversicherung aus dem Flugzeug und springen erst dann hinterher. Und als wäre das noch nicht genug, besteht der eigentliche Kick darin, festzustellen, wer am längsten warten kann.

"Banzai Skydiving": Kein Sport für Weicheier

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Die Protagonisten schmeißen ihren Fallschirm aus dem Flugzeug, müssen mindestens zwei Sekunden warten, springen dann hinterher und im besten Fall fangen sie den Gleitschirm wieder ein und landen sicher auf der Erde. Dieser Sport nennt sich "Banzai Skydiving" und ist wahrscheinlich genau so bekloppt, wie er klingt. Aber immerhin hat er es ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Oder vielmehr ist Yasuhiro Kubo dank der extremen Form des Fallschirmspringens dort gelandet.

Dem Leben hinterher gesprungen

Denn vor fast 16 Jahren ließ er sich auf ungefähr 3.000 Meter Höhe bringen, öffnete die Tür des Flugzeugs und verabschiedete sich von seinem Fallschirm. Erst ganze 50 Sekunden - in Worten: fünfzig Sekunden! - später sprang er seinem Leben hinterher. Er schaffte es, den Gleitschirm einzuholen, anzulegen und zog an der Reißleine. Kubo schwebte nicht nur sicher und wohlbehalten zur Erde, sondern eben auch ins Rekorde-Buch. Banzai heißt auf Deutsch "Zehntausend Jahre" und ist ein japanischer Ausruf, der für eben diese Anzahl von Jahren Freude und Glück bringen soll. An jenem 2. September 2000 hatteYasuhiro Kubo definitiv Glück.

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ruc/zij/news.de

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