Boris Becker als Trainer: Völlig falsche Vorstellungen? So leben Tennis-Stars wirklich

Boris Becker war während seiner Tenniskarriere ein echter Ausnahmespieler. Nach dem Rückzug aus dem Sport und diversen privaten Eskapaden engagiert er sich nun als Trainer von Novak Djokovic. Warum er denkt, dass es Tennisspieler heute schwerer haben als früher, lesen Sie hier.

Laut Boris Becker haben es Tennis-Profis heutzutage schwer. Bild: Jerome Favre/dpa

49 Einzeltitel, 15 Doppelsiege und Gold bei den Olympischen Sommerspielen 1992 – Boris Becker kann auf eine lange und erfolgreiche Tenniskarriere zurückblicken. Nach seinem Rückzug vom Profisport machte er allerdings hauptsächlich durch seine "Besenkammer-Affäre" und eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung (auf Bewährung) von sich reden. Aktuell trainiert er den serbischen Tennis-Profi Novak Djokovic und ist der Meinung, dass viele heute ein falsches Bild vom Leben eines Tennisspielers hätten.

Boris Becker: "Das Leben als Tennisspieler ist kompliziert"

Im Rahmen der Verleihung der Laureus Awards, die im Jahr 2000 von Becker mitbegründet wurden, äußerte sich der Ex-Sportler über die falschen Vorstellungen, die Zuschauer vom Leben eines Tennisspielers hätten. Laut einem Interview mit der italienischen Zeitung "Il Giornale" sei das Leben der heutigen Tennisstars viel komplizierter als zu seiner Zeit. Besonders in den sozialen Netzwerken müssten Sportler heute aufpassen, was sie von sich geben – vom Umgang mit den Medien kann Becker sicher ein Liedchen singen.

Tennisspieler haben laut Boris Becker keine Freizeit

Auch das Privatleben leide laut Becker unter den Anforderungen des Profisports. Durch das ständige Training und die Vorbereitung auf kommende Turniere bleibe kaum Zeit für Familie und Freunde. Seiner Meinung nach sei es ein Wunder, wenn sich Spieler überhaupt vernünftig auf den Tennissport konzentrieren können. Zu groß seien die Ablenkungen im Sport, wie auch im Privaten. Dass man als Profisportler im Luxus schwelgen und die Zeit nur mit Shoppen verbringen würde, sei demnach eine Illusion.

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