Revolution im deutschen Fußball
Geheimpapier der Bundesliga! Das alles wird sich ändern

Es ist unscheinbar. Eine Papiersammlung von gerade einmal 16 Seiten. Doch der Inhalt ist hoch brisant! Das Geheimpapier der Deutschen Fußball-Liga (DFL) könnte den deutschen Fußball grundsätzlich verändern.

Der Geheimplan der Deutschen Fußball-Liga könnte den deutschen Fußball von Grund auf verändern. Besondern betroffen wäre der Modus des DFB-Pokals. Bild: dpa

Es sind nur 16 Seiten, doch diese könnten den Fußball, so wie wir ihn kennen, auf den Kopf stellen. Wie die "Bild" berichtet, liegt der Redaktion ein Geheimplan der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vor. Inhalt: weitreichende Veränderungen, was den Modus des DFB-Pokals und die Verteilung der TV-Gelder angeht. Es ist nichts Geringeres als ein Paradigmenwechsel im deutschen Fußball!

Peters: "Dieses Papier ist lediglich Ergebnis eines Meinungsaustausches von 16 Bundesligisten"

Peter Peters (53) ist Vorstandsmitglied des FC Schalke 04, Vize-Präsident des Ligaverbandes und federführende Kraft des Revolutionspapiers. "Dieses Papier ist lediglich Ergebnis eines Meinungsaustausches von 16 Bundesligisten. Wir von Schalke 04 hatten dazu eingeladen, weil wir uns die strategische Ausrichtung der Bundesliga betreffend ein Meinungsbild der Klubs einholen wollten", so Peters gegenüber "Bild".

Die Bundesliga soll wettbewerbsfähig bleiben

Die geplanten Änderungen sollen vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga sichern und steigern. "Grundsätzlich machen wir uns immer Gedanken, wie wir mit Blick auf die anderen internationalen Topligen wettbewerbsfähig bleiben können", verrät Peters der "Bild". Der Geheimplan, der nun gar nicht mehr so geheim ist, lege mittlerweile allen Profi-Vereinen vor. Diskutiert werden muss jetzt über den Modus des DFB-Pokals und die Verteilung der TV-Gelder.

So soll der DFB-Pokal verändert werden

Eine Änderung im Ablauf des Pokals wird es frühstens 2019 geben. Derzeit starten alle Vereine der ersten und zweiten Liga gemeinsam mit 28 Amateur-Klubs in der ersten Runde. Das garantiert die Pokal-Sensationen, Favoritensterben und absolute und einmalige Spiele für die meisten Amateur-Kicker. Laut Geheimplan könnte sich das ändern. Laut Informationen der "Bild" wären zwei Szenarien möglich:

  • Szenario 1: In einer sogenannten "Runde 0" treten elf Bundesligisten, 18 Zweitligisten und 71 Amateur-Klubs an. Von den insgesamt 100 Vereinen blieben in der darauffolgenden "Runde1" noch 50 übrig, in "Runde 2" wären es noch 25 plus die sieben Europapokalteilnehmer, die dazu stoßen.
  • Szenario 2: In der "Runde 0" starten nur die 18 Vereine der zweiten Liga und 58 Amateur-Klubs. In der ersten Runde kommen zu den 38 Siegern zehn Bundesligisten hinzu und eine Runde später die sieben Europapokal-Teilnehmer und der Titelverteidiger.

Große Pokalsensationen und Highlight-Spiele für kleine Vereine wären so nur noch eine Rarität. Denn Amateur-Vereine müssten so zwei Runden überstehen, um auf die absoluten Top-Klubs treffen zu können. Doch die Meinungen sind geteilt:

Volker Brumm (50), Manager beim amtierenden Hamburg-Pokalsieger Barmbek-Uhlenhorst (flog in der 1. Runde gegen Freiburg raus) zu "Bild": "Eine 1. Runde ohne die absoluten Kracher? Das geht gar nicht. Dadurch verliert der Pokal total seinen Reiz für uns kleine Amateure."

Manfred Weidner (53), Sportdirektor vom FC Oberlausitz Neugersdorf (4. Liga) zu "Bild": "Ein interessantes Projekt, weil die Teilnahme-Möglichkeiten am Pokal deutlich erhöht würden und es damit eine zusätzliche Geldquelle wäre."

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