Mit Fahne verdroschen!: HSV-Hooligan will JETZT Schiedsrichter werden

Er schlug bewaffnet im Alkoholrausch auf Fußballfans ein. Jetzt hat das Amtsgericht Altona in Hamburg den Schläger verurteilt. Dieser überraschte jetzt mit einem unerwarteten Vorhaben.

Sechs Monate auf Bewährung und eine Therapie lautet das Urteil des Amtsgericht Altona in Hmaburg. Der Schläger will jetzt Schiedsrichter werden. Bild: Brian Jackson/fotolia

Derbys sind bekanntermaßen das Salz in der Fußball-Suppe. Leider auch immer wieder für Hooligans. So auch am 23. November 2014 als es vor dem Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen auf einem S-Bahnhof zu schweren Ausschreitungen kam. Jetzt musste sich ein HSV-Schläger vor dem Amtsgericht Altona verantworten und verblüffte mit einem ungewöhnlichen Vorhaben.

Er konnte die Schlägerei "kaum abwarten"

Wenn die Rothosen ihre Heimspiele im Volkspark austragen, zieht es unzählige Fans ins Stadion. Die meisten kommen mit der Bahn - auch die Gästefans. Als im November 2014 das 101. Nordderby anstand, kam es auf dem S-Bahnhof Diebsteich, nahe dem Stadion, zur Schlägerei zwischen HSV- und Werder-"Fans". Mittendrin: Romano I. (24). Wie die "MoPo" berichtet, soll er am besagten Tag auf dem Bahnsteig "umhergehibbelt" sein, als könne er die Prügelei "kaum abwarten". Jetzt stand er vor dem Amtsgericht Altona.

Romano I.:"Was genau passiert ist, weiß ich nicht mehr"

HSV-"Fan" Romano I. soll, bewaffnet mit einer Fahnenstange und einem Regenschirm, auf Werder-Fans eingeschlagen haben. Über seinen Anwalt lässt der Schläger mitteilen, dass der Vorwurf richtig zu sein scheint. Er könne sich aufgrund zu hohen Alkoholkonsums nicht mehr erinnern. Schon vormittags sei er betrunken gewesen und habe sich etwa 200 anderen Fans angeschlossen, als diese sich zum Bahnhof aufmachten, da sich Gerüchten zufolge Bremen-Hooligans im Zug befinden sollten. "Mein Kopf hat ausgeschaltet. Was genau passiert ist, weiß ich nicht mehr", so Romano I.

Urteil: Sechs Monate und eine Therapie

Unter den Anwesenden im Zug war auch ein Zivilfahnder. "Da flogen Türen auf, es kam sofort zu Ausschreitungen. Böller und Flaschen wurden geschmissen und mit Fahnenstangen geprügelt – von beiden Seiten", sagt der Beamte. Die Situation geriet dermaßen außer Kontrolle, dass er schließlich seine Waffe ziehen musste.

Das Urteil: Sechs Monate auf Bewährung. Romano I. muss außerdem eine halbjährige Therapie machen, da er nicht das erste Mal an einer Schlägerei beteiligt war. Er wolle sich von Fußball-Fan fernhalten, sein bundesweites Stadionverbot wird ihm dabei helfen. Romano I. will sich ändern: Er macht jetzt den Schiedsrichterschein.

FOTOS: Hooligans gegen Salafisten Proteste bei Großdemonstration in Köln

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ruc/Ife/news.de

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