Rallye Dakar 2016: 13. Etappe
12. Gesamtsieg für Peterhansel bei Rallye Dakar

Selbst die Dakar-Verantwortlichen kommen aus dem Schwärmen nicht raus. Manche mögen darüber nachdenken, die Rallye irgendwann mal nach ihm zu benennen. Nach seinem 12. Triumph stellt sich für Stéphane Peterhansel aber nun die Motivationsfrage um seine Dakar-Zukunft.

Der Sieger der diesjährigen Rallye Dakar ist gefunden. Bild: dpa

Vor dem Denkmal für die Nationalflagge Argentiniens ließ sich das Denkmal der Rallye Dakar zurecht feiern. Nach knapp zwei Wochen und rund 9500 Kilometern von Buenos Aires über Bolivien nach Rosario hat sich Stéphane Peterhansel seinen großen Traum erfüllt. Der 50 Jahre alte Franzose, einst Junioren-Landesmeister auf dem Skateboard, triumphierte zum zwölften Mal bei der legendärsten aller Rallyes.

Nach 12 Gesamtsiegen bei der Rallye Dakar: Peterhansel denkt ans Aufhören

Nach sechs Siegen auf dem Motorrad gewann Peterhansel am Samstag auch zum sechsten Mal mit dem Auto. "Das letzte große Ziel in meiner Karriere war, genauso oft im Auto wie auf dem Motorrad zu gewinne"», sagte der große Triumphator 25 Jahre nach seinem ersten Dakar-Erfolg 1991. "Das habe ich geschafft. Ich weiß nicht, ob mir eine so große Motivation noch bleibt."

Im zweiten Jahr nach der Rückkehr von Peugeot feierte der französische Hersteller dank Peterhansel mit dem DKR 2008 nicht nur den Gesamtsieg. Peugeot dominierte mit den Rallye-Legenden Peterhansel, Sébastien Loeb und Carlos Sainz diese Dakar mit insgesamt neun Tagessiegen. Zum ersten Mal, seitdem die Dakar seit 2009 in Südamerika ausgefahren wird, gewann am Ende ein anderes Auto als ein VW oder ein Mini. Vorjahresgewinner Nasser Al-Attiyah lag im Mini deutliche 34:58 Minuten hinter Peterhansel.

Auf Rang drei navigierte Co-Pilot Dirk von Zitzewitz aus Karlshof seinen südafrikanischen Piloten Giniel de Villiers im Toyota. Das Duo kam zum sechsten Mal in acht Jahren unter die Top drei. "Die Podiumsgaranten haben wieder Wort gehalten", meinte von Zitzewitz.

Dakar-Sieg unter Vorbehalt: X-raid-Team kreidet illegales Nachtanken an

Wegen eines Protestes von Al-Attiyahs hessischem X-raid-Team gegen angeblich illegales Nachtankens in der achten Etappe ist Peterhansels erneuter Erfolg allerdings unter Vorbehalt. Die Rennkommissare der Dakar hatten entschieden, dass bei Peterhansel und dessen Beifahrer Jean-Paul Cottret alles mit rechten Dingen zugegangen war, X-raid war damit aber nicht einverstanden. Somit muss das Berufungsgericht nun erst noch entscheiden.

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