Unfall von Lionel Baud
Erster Toter bei Rallye Dakar 2016

Die Rallye Dakar gilt als eines der härtesten Rennen der Welt. Bis heute forderte die Rallye mindesten 65 Todesopfer. Bei der Rallye Dakar 2016 kam nun ein weiteres hinzu. Wie es zum Unfall kam, lesen Sie hier.

Sebastian Loeb (Peugeot) und Daniel Elena bei der 2. Etappe der Rallye Dakar 2016. Bild: Felipe Trueba / dpa

Auto von Lionel Baud erfasst Zuschauer

Die Rallye Dakar 2016 hat in Bolivien ihr erstes Todesopfer gefordert. Auf der siebten Etappe von der Salzwüste von Uyuni bis zum nordargentinischen Salta wurde ein Zuschauer vom Auto des Franzosen Lionel Baud erfasst. Der 63 Jahre alte Mann erlag seinen Verletzungen. Die Ursache des Unfalls bei Kilometer 82 der Etappe war vorerst unklar. "Die Mediziner konnten leider nur noch den Tod der verletzten Person feststellen", teilten die Organisatoren mit. Ermittler der Polizei sollen nun die Gründe für den Unfall untersuchen. Zum Start der Rallye waren zwölf Menschen in der argentinischen Stadt Arrecifes verletzt worden, als die Chinesin Guo Meiling die Kontrolle über ihr Auto verloren hatte.

Todesopfer sind schreckliche Normalität bei Rallye Dakar

Das erste Todesopfer bei der Rallye Dakar 2016 nahmen die Starter des lebensgefährlichen Rennens als schreckliche Normalität hin. Den Ruhetag am Sonntag nutzte das Teilnehmerfeld ungeachtet der Ereignisse des Vortags, als ein 63-Jähriger am Streckenrand vom Auto des Franzosen Lionel Baud erfasst worden war, zur Vorbereitung auf die zweite Hälfte des umstrittenen Offroad-Abenteuers. Wie auch nach dem schweren Unfall mit zwölf Verletzten beim Prolog eine Woche zuvor nimmt die Hatz durch Argentinien und Bolivien weiter unbeirrt ihren Lauf.

So gefährlich ist die Rennstrecke der Rallye Dakar

Rund 70 Tote zählt die Dakar in ihrer knapp 40-jährigen Geschichte bereits. Immer wieder waren auch Fans, die dicht am Streckenrand den waghalsigen Piloten zujubelten, betroffen. Am Samstag verlor Mitsubishi-Pilot Baud auf der siebten Etappe von der Salzwüste von Uyuni bis zum nordargentinischen Salta bei Kilometer 82 die Kontrolle über seinen Rennwagen und konnte einem Fan aus Bolivien nicht mehr ausweichen.

Rallye Dakar kostete schon Dutzende das Leben
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Negativschlagzeilen begleiten die Dakar damit auch bei ihrer 38. Auflage. Seit das Rennen 2009 nach Südamerika wechselte, kam in jedem Jahr mindestens ein Mensch während der Dakar ums Leben. Im Vorjahr wurde der polnische Motorradfahrer Michal Hernik in Argentinien auf der Etappe von San Juan nach Chilecito tot aufgefunden.

Die Gefahren auf der Strecke durch Wüsten und Hochland wachsen in diesem Jahr noch durch schlechtes Wetter. Nach der Absage der ersten Etappe musste auch das siebte Teilstück am Samstag wegen schwerer Gewitter unterbrochen werden. Für die Motorradfahrer ging es danach gar nicht mehr weiter.

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