Vierschanzentournee 2016 in Bischofshofen: Der große Faktencheck zum Finale und die Chancen der Deutschen

Das letzte Springen der Vierschanzentournee 2016 steht an. Traditionell findet das im österreichischen Bischofshofen statt. Die Schanze hat bereits vielen Deutschen Glück gebracht. Die wichtigsten Fakten zum großen Finale.

Die letzte Station der Vierschanzentournee findet traditionell in Bischofshofen statt. Bild: Daniel Karmann/dpa

In Bischofshofen haben schon einige deutsche Skispringer große Triumphe gefeiert. Allen voran Jens Weißflog, der sich beim Finale der Vierschanzentournee dreimal den Tagessieg sicherte und sich sogar viermal als Gesamtsieger feiern ließ. Auch Sven Hannawald hat gute Erinnerungen an den Bakken im Salzburger Land. Dort siegte er zweimal und vollendete am 6. Januar 2002 den bis heute einzigen Grand Slam der Tournee-Geschichte. Kein schlechtes Omen also für die Aufholjagd von Severin Freund im Kampf um den Gesamtsieg mit Spitzenreiter Peter Prevc.

Vierschanzentournee in Bischofshofen: Die Schanze hat den deutschen Springern Glück gebracht

Die Paul-Ausserleitner-Schanze gilt als die größte der vier Tournee-Anlagen. Sie wurde 1941 erbaut und 2003 modernisiert. Benannt ist sie nach einem gleichnamigen österreichischen Skispringer, der auf dem Bakken 1952 im Training schwer stürzte und vier Tage später seinen Verletzungen erlag. Den Schanzenrekord hält seit 2005 der Japaner Daiki Ito mit 143 Meter. Die inoffizielle Bestweite erzielte Gregor Schlierenzauer 2008 mit 145 Meter.

Ausgangslage: So stehen die Chancen der deutschen Springer um Severin Freund

Severin Freund muss als Gesamtzweiter 19,7 Punkte auf den führenden Slowenen Peter Prevc aufholen. Das sind umgerechnet elf Meter. Ein schweres Unterfangen. Sollte Freund das Wunder schaffen, wäre es der 17. Tournee-Triumph für einen deutschen Springer.

Zehn Siege für deutsche Springer in Bischofshofen: Von Recknagel bis Hannawald

Zehn Siege gab es bisher für deutsche Skispringer in Bischofshofen. Den Anfang machte 1958 Helmut Recknagel, der damit den ersten seiner drei Gesamterfolge perfekt machte. 1961 gelang ihm das Kunststück noch einmal. Es folgten 1974 Bernd Eckstein und 1980 Martin Weber, ehe die Erfolgs-Ära von Jens Weißflog begann. 1983 musste er als Tagessieger noch dem Finnen Matti Nykänen den Gesamterfolg überlassen, ein Jahr später gewann er das Springen in Bischofshofen und die Tournee. Das Doppel gelang ihm 1996 noch einmal. Es folgten die Siege von Dieter Thoma (1997) und Sven Hannawald (1998), der schließlich 2002 mit dem Grand Slam Tournee-Geschichte schrieb. Es war der vorerst letzte deutsche Triumph in Bischofshofen.

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gea/sba/news.de/dpa

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