Frech, frecher, Teo Gutiérrez!: Torjubel mit Freistoßspray

Der Torjubel im Fußball ist fast eine eigene Sportart mit einer eigenen Geschichte. Rannte man früher mit geballter Faust zu seinen Mitspielern, muss es heute schon die Superhelden-Maske und ein Tänzchen an der Eckfahne sein. Teo Gutiérrez hat dieser Geschichte ein neues Kapitel hinzugefügt.

Torjubel der besonderen Art: Teo Gutiérrez schnappt sich das Freistoßspray des Schiris. Bild: Javier Barbato/https://twitter.com/javibarbato?lang=de

Kurz vor Jahresende dürfte sich der Kolumbianer Teófilo Gutiérrez (30) den Titel für den verrücktesten Tor-Jubel geschnappt haben. In der Europa-League-Partie zwischen Sporting Lissabon und Besiktas Istanbul (Donnerstag, 10.12.) geht es um alles. Der Gewinner zieht in die nächste Runde ein, der Verlierer muss nach Hause fahren.

Die Stunde des Teo Gutiérrez

Zunächst scheint alles für die Gäste aus Istanbul zu laufen. Nach der Pause gehen die Türken durch einen alten Bekannten in Führung: Mario Gomez (30) erzielt in der 58. Minute den ersten Treffer der Partie. Keine zehn Minuten später wird Teo Gutiérrez eingewechselt. Seit Wochen laborierte der Stürmer an einer Verletzung. Spekulationen zufolge sollte er sogar ein Jahr ausfallen. Nun also nach drei Wochen die Rückkehr auf den Platz. Und die kam keine Sekunde zu spät, denn mit dem Kolumbianer nimmt das Spiel der Portugiesen immer mehr Fahrt auf. Innerhalb von fünf Minuten dreht Sporting durch die Treffer von Islam Slimani (27) und Bryan Ruiz (30) das Spiel. Und dann schlägt die Stunde des Teo Gutiérrez.

Dosen-Diebstahl für Torjubel

Zwölf Minuten vor dem Abpfiff gelingt dem 30-Jährigen ein sehenswerter Treffer zum 3:1 aus rund elf Metern und damit die Vorentscheidung. Nach dem Tor kannte sein Jubel keine Grenzen. Freudetrunken rannte er über den Platz und direkt auf unseren Schiri Manuel Gräfe (42) zu. Mit einer raschen Handbewegung mopste sich Teo das Freistoßspray und stürmte in Richtung Fans. Dann sprühte er ein großes "T" auf den Rasen, als wolle sagen "Ich bin wieder da und das ist mein Revier".

Dass es nicht sein Revier ist, sondern das von Schiedsrichter Gräfe, merkte Teo Gutiérrez spätestens, als er sich die Gelbe Karte abholte und Gräfe entschuldigend in den Arm nahm. Beide konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Auf wen der Dosen-Dieb in der nächsten Runde trifft, wird am Montag, um 13 Uhr, in Nyon ausgelost.

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ruc/zij/news.de

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