Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist - 08.11.2015, 11.18 Uhr

Kings of Xtreme 2015 in Leipzig: Supercross hautnah: Franzose Aranda eilt allen davon

Leipzig hat seinen Supercross-König gesucht und gefunden: Mit vier Siegen an zwei Renntagen war Gregory Aranda beim Kings of Xtreme das Maß der Dinge. Insgesamt 100 Fahrer heizten der Menge in Messehalle 1 ein - die Pyrotechnik tat ihr Übriges.

Gregory Aranda krönte sich mit vier Siegen zum König von Leipzig. Bild: Kings of Xtreme

Eine 75 mal 100 Meter große Buckelpiste aus Lehm und Sand umgeben von zwei großen Tribünen: Schon allein diese Kulisse ringt so manchem Zuschauer beim Supercross-Event Kings of Xtreme ein "Wow" ab. Wenn sich dann bis zu 12 Fahrer gleichzeitig Rad an Rad aufreihen, ihre Maschinen aufheulen lassen und gespannt warten, bis das Startgatter fällt, gibt es kein Halten mehr - weder für die Piloten noch für das Publikum.

Kings of Xtreme 2015 in Leipzig: Spektakulärer Supercross in vier Rennklassen

Insgesamt vier Rennklassen konnte dieses am 6. und 7. November in der Leipziger Messe beim Kampf um die Positionen anfeuern. Während die "Kleinen" der SX4-Klasse auf ihren bis zu 65ccm-starken Maschinen noch vergleichsweise zaghaft über die Strecke fuhren, ließen es die erfahreneren Piloten ordentlich krachen - je höher die Klasse, um so spektakulärer die Rennaction. Nur wer am Start Ellenbogen zeigt und gekonnt durch den Dreck pflügt, gewinnt.

Selbstredend bringt das Mensch und Maschine gleichsam ans Limit. Beide haben an einem solchen Renntag jede Menge zu tun. Denn die Arbeit beginnt nicht erst mit der Öffnung der Hallentore für die Fans. Schon ab dem Vormittag bereiten sich die Teams mit mehreren Trainingssessions auf das offizielle Wettkampfprogramm vor. Das ist nicht minder straff: Halbfinals, Hoffnungs- und Wertungsläufen sind eng getimt.

Supercross hautnah - Messsehalle wird zu Fahrerlager und Strecke gleichermaßen

Zeit zum Durchatmen im einer Zeltstadt ähnelnden Fahrerlager am Rande der Messehalle bleibt da wenig. Hier können die Fans den Fahrern bei der Vorbereitung direkt über die Schulter schauen und einen genaueren Blick auf die Bikes werfen, bevor beide wieder die Strecke entern. Gesprochen wird hier übrigens nicht nur Deutsch, sondern Englisch, Französisch, Russisch, Tschechisch und noch einige andere Sprachen.

Denn auch wenn Leipzig mit Kings of Xtreme nicht zum ADAC SX-Cup gehört, lassen sich viele internationale Supercross-Stars dieses Spektakel nicht entgehen - zumal das Event in diesem Jahr den Startschuss für die Indoor-Saison gab. Den hat der Franzose Gregory Aranda letztlich am besten nutzen können. Der aktuelle Champion des ADAC SX-Cups startete in Leipzig mit der Nummer 1 und kam als solche auch gleich vier Mal ins Ziel.

Ein Interview mit SX-Champ Gregory Aranda lesen Sie hier.

Gregory Aranda dominiert Kings of Xtreme in Leipzig - Büttner und Thury ebenfalls stark

Sowohl am Freitag als auch am Samstag konnte die Konkurrenz weder im SX1-Rennen noch im Superfinale der besten SX1- und SX2- Fahrer etwas gegen den schnellen Franzosen auf seiner Kawasaki ausrichten. Er holte damit auch den neu eingeführten Titel des Gesamtsiegers als "König von Leipzig" und verwies die Amerikaner im immer währenden Duell zwischen den Motocross-Nationen Frankreich-USA auf die Plätze.

FOTOS: Kings of Xtreme Supercross in Leipzig - die besten Bilder
zurück Weiter Am 6. und 7. November 2015 kämpften vier Rennklassen beim Supercross-Event Kings of Xtreme in Leipzig um den Sieg. (Foto) Foto: Kings of Xtreme Kamera

Aus deutscher Sicht meisterte Dominique Thury nach seinem Wechsel auf KTM einen respektablen Einstand in die SX1-Klasse. Nach einem siebten Platz an Tag 1 steigerte sich der Sachse am Samstag um einen Rang und schaffte es damit sogar ins Superfinale, wurde dort Fünfter. Einen Glanzpunkt setzte Stephan Büttner auf seiner Yamaha. Er gewann das zweite SX2-Finale unter dem großen Beifall seiner Fans und belegte Rang 7 im Superfinale.

Vom Freestyle- zum Supercross-Event: Kings of Xtreme im Wandel der Zeit

Der brandete nur bei den Freestyle-Motocrossern noch etwas lauter auf. Sie ließen ihre Maschinen außer Konkurrenz bis unter die Hallendecke fliegen und zeigten im Rahmenprogramm beim Kings of Xtreme Backflips und Tsunamis am laufenden Band. So hatte das Event vor gut fünf Jahren ursprünglich begonnen und war über die Zeit um die Supercross-Rennen gewachsen - definitiv nicht zu seinem Nachteil.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser