Adidas und der DFB: Kommt jetzt der Milliardendeal?

Um die Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund aufrecht zu erhalten, hat Adidas dem DFB möglicherweise ein neues Angebot gemacht. Der Sportartikelhersteller hat noch nichts bestätigt - und der DFB lässt weiterhin alle Türen offen.

Von links: Mats Hummels, Bastian Schweinsteiger, Ilkay Gündogan und Thomas Müller in der Ausrüstung des DFB-Sponsors Adidas. Bild: dpa/ Federico Gambarini

Die Partnerschaft zwischen Sportartikelhersteller Adidas und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Bereits beim WM-Triumph 1954 spielte die Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Ausrüstung ihres Sponsors. Nun läuft der Vertrag zwischen den beiden Partnern allmählich aus und Gerüchte um einen Wechsel des DFB machen die Runde. Diesem Treiben will Adidas Einhalt gebieten - und offeriert angeblich einen Milliardendeal.

Vertragsende zwischen Adidas und DFB: Nike als neuer Partner

Nach "Bild"-Informationen soll Adidas bereit sein, den im Jahr 2018 auslaufenden Vertrag um zehn Jahre zu verlängern und dem Deutschen Fußball-Bund knapp 100 Millionen Euro pro Jahr zu zahlen. Das Angebot wurde bisher noch nicht bestätigt, erscheint jedoch wenig überraschend, nachdem zuletzt Spekulationen über einen möglichen Wechsel des DFB zur Adidas-Konkurrenz Nike laut wurden. "Unser bestehender Vertrag mit dem DFB läuft noch bis Ende 2018. Es ist daher eigentlich viel zu früh, über eine Fortsetzung zu spekulieren", sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte indes die bestehenden Spekulationen in einem Interview des Magazin "Sponsors" nicht ausgeschlossen, ließ jedoch auch Raum für weitere Vermutungen. "Natürlich hat Nike eine ehrliche Chance. Aber es gibt möglicherweise auch andere Interessenten."

Partnerschaft zwischen Adidas und DFB: Die Debatten der Vergangenheit

In einer schriftlichen Stellungnahme betonte Brügge am Dienstag, dass man "natürlich unsere erfolgreiche Partnerschaft fortsetzen" wolle. "Adidas und der DFB gehören einfach zusammen. Vertragssummen werden bei Adidas grundsätzlich nicht öffentlich kommentiert."

Trotz der langjährigen Zusammenarbeit, war es bei der letzten Vertragsverlängerung zwischen Adidas und dem DFB im August 2007 zu einer heftigen Debatte gekommen. Damals hatte der DFB ein Angebot von Nike in Höhe von 500 Millionen Euro für zehn Jahre abgelehnt. Stattdessen wurde mit Adidas bis 2018 verlängert - für geschätzte rund 25 Millionen Euro pro Jahr. Das fränkische Unternehmen verwies auf die Entscheidung eines unabhängigen Schiedsgerichts, dass der Vertrag zu diesem Zeitpunkt bereits verlängert war.

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mie/saw/news.de/dpa

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