Leichtathletik-WM 2015 in China: Dopingfalle Fleisch! Leichtathleten müssen aufpassen

Am Samstag startet in China die Leichtathletik-WM in China. 66 deutsche Athleten kämpfen dann um die begehrten Medaillen. Doch bei vielen geht die Angst um Passiv-Doping um. Auf sie wartet ein unappetitliches Problem.

Athleten fürchten, über das Essen verbotene Substanzen zu sich zu nehmen. Bild: dpa

Ab Samstag kämpfen 66 deutsche Athleten bei der Leichtathletik-WM wieder um die begehrten Medaillen. Neben der Zeitumstellung, Sprache und den klimatischen Bedingungen, wartet auf die Athleten noch ein ganz anderes Problem. In China herrscht Fleisch-Alarm. Im deutschen Lager geht die Angst vor Passiv-Doping um.

Leichtathletik-WM 2015 in China: Angst vor Passiv Doping durch Fleisch

Viele Bauern ziehen in Asien ihr Vieh und Geflügel mit Wachstumshormonen (wie zum Beispiel Anabolika) auf. Sollten die Sportler belastetes Fleisch zu sich nehmen, verändern sich ihre Blutwerte und eine Doping-Sperre droht. In der "Bild" spricht Diskus-Meister Christoph Harting über die Gefahr: "Von Anabolika-Hühnchen habe ich auch gehört. Ich weiß noch nicht genau, wie ich damit umgehen soll und hoffe, dass die IAAF und der DLV vorbereitet sind." Sein berühmter Bruder Robert Harting hat erstmal nichts zu befürchten, er hat seine Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt.

Athleten sollen nur im Hotel essen

Der Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) Thomas Kurschligen rät in der "Bild" zur Vorsicht. Im Hotel haben die Athleten wiederum nichts zu befürchten. "Wir haben in Abstimmung mit unserer medizinischen Abteilung auf die Problematik hingewiesen und empfehlen allen, auf den Verzehr von Fleischprodukten außerhalb des IAAF-Athletenhotels zu verzichten."

Dem deutschen Tischtennis-Star Dimitrij Ovtcharov war 2010 nach den China Open die verbotene Dopingsubstanz Clenbuterol nachgewiesen worden. Er hatte belastetes Fleisch gegessen. Erst nach einer Haarprobe wurde er vom Doping-Vorwurf freigesprochen.

Usuain Bolt vom Thema Doping sichtlich genervt

Einen weiteren Dopingskandal kann der Leichtathletik-Weltverband IAAF keinesfalls gebrauchen. Erst vor kurzem hatte unter anderem die ARD über offenbar systematisches Doping in Kenia und Russland berichtet. Zudem soll der Weltverband die Vorwürfe vertuscht haben. Mega-Star Usuain Bolt ist von dem andauernden Thema Doping nur noch genervt. "Alles, was ich in den letzten Wochen gehört habe, war immer nur Doping, Doping, Doping. Nichts über den Wettkampf", sagte der Supersprinter bei seinem ersten öffentlichen Auftritt vor den Leichtathletik- Weltmeisterschaften in Peking.

Auch bei der Ernährung scheint der Sprint-Star, anders als zuletzt, bestens vorbereitet: "Diesmal habe ich besseres Essen dabei, da brauche ich keine Chicken Nuggets mehr", meinte er. "In China gibt es nun Hühnchen, Reis, Beef und all das Zeug."

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jko/bua/news.de/dpa

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