Hitzfeld stichelt gegen Guardiola: Nur weil man kein Vertrauen in Mario Götze hat, wurde Costa geholt

Er bleibt das Thema bei Bayern München. Weltmeister Mario Götze saß am ersten Spieltag erneut draußen, während Neuzugang Douglas Costa überzeugen konnte. Nun hat sich der langjährige Bayern-Coach Ottmat Hitzfeld zu Wort gemeldet.

Ottmar Hitzfeld findet, dass man Götze zu wenig vertrauen schenke. Bild: dpa

Weltmeister Mario Götze erlebt in München nicht gerade seine beste Phase. Mit vielen Vorschusslorbeeren als teuerster deutscher Spieler aller Zeiten zum Rekordmeister gewechselt, konnte er die Erwartungen bislang nicht erfüllen. Geht es gegen die großen Gegner, findet er sich häufig nur auf der Bank wieder. Und auch in dieser Saison scheinen sich die Chancen auf mehr Einsatzzeiten nicht gerade erhöht zu haben. Den 5:0 Auftaktsieg gegen den HSV musste Götze größtenteils von der Bank aus verfolgen, erst in der 65. Minute ersetzte er Arjen Robben.

Ottmar Hitzfeld bei Sky90: Wenn man totales Vertrauen in Götze hat, holt man nicht Costa

Während der Weltmeister wieder einmal nur kurz seine Einsatzzeit bekam, konnte ein Neuzugang wieder einmal überzeugen. Douglas Costa hat gegen die Hamburger ein Tor sehenswert vorbereiten können und eines selbst erzielt. Der ehemalige, langjährige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld stellte nun einen Zusammenhang zwischen Götzes Rolle und der Verpflichtung Costas her. "Mit Costa haben die Bayern Götze jetzt einen guten Spieler vor die Nase gesetzt", sagte Hitzfeld bei "Sky90". Er sieht die aktuelle Transferpolitik des Rekormeister und den Umgang mit Mario Götze kritisch:"Wenn man totales Vertrauen in Götze hat, holt man nicht Costa."

Mario Götze hat bei den Bayern keinen leichten Stand. Bild: dpa

Mario Götze soll eine Chance erhalten

Für Hitzfeld ist die Lösung einfach. Er rät den Bayern-Trainer Pep Guardiola dazu, Götze ein Chance zu geben. "Wenn man Vertrauen zeigen will, muss man ihn auch mal fünf Spiele spielen lassen." Zuletzt war immer wieder über einen Wechsel von Götze spekuliert worden. Wie die "Welt" berichtet, soll er den Verantwortlichen aber mitgeteilt haben, sich in München durchsetzen zu wollen. Sollte Götze von Guardiola aber weiterhin nur sporadische Einsätze bekommen, erwartet Hitzfeld keine Leistungssteigerung des Nationalspielers mehr. Auch ein Vereinswechsel könnte dann wieder zum Thema werden.

Götze braucht Selbstvertrauen

Im "Sky" Studio sagte der ehemalige Schweizer National-Coach: "Götze war in Dortmund einer der Stars. Dort hatte er Vertrauen. Jetzt sitzt er auf der Bank. Als Nationalspieler. Er ist nur noch Auswechselspieler und kommt mal rein für zehn Minuten. Was will man da machen in zehn Minuten? Er braucht Selbstvertrauen, um Topleistungen zu bringen. Aber wenn das mal weg ist, ist es nicht so leicht, wieder zurückzukehren."

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jko/news.de

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