Christine Wels: Tierquälerin von Pferd getötet

Die Ex-Dressurreiterin Christine Wels ist tot. Als Trainerin war sie durch ihre brutalen Methoden in die Kritik geraten. Beim Training fügte ein Pferd ihr nun eine schwere Kopfwunde zu. Wie es zu dem tödlichen Unfall kam, erfahren Sie hier.

Ex-Dressurreiterin Christine Wels ist tot

Als Reiterin nahm Christine Wels am Weltcup-Finale im Dressurreiten teil. 1992 belegte sie in Göteborg den 9. Platz. Jetzt ist Christine Wels tot. Sie starb an schweren Kopfverletzungen, die sie sich beim Training mit einem Pferd zugezogen hatte, berichtet das Reitermagazin "St. Georg".

Eine Tierärztin berichtete dem Magazin, dass Wels vom Boden aus mit dem Pferd gearbeitet habe. Dieses sei dann vermutlich gestiegen. Augenzeugen berichteten laut "St. Georg", dass sie nur einen Moment nicht hingesehen hätten und im nächsten Augenblick hatte Christine Wels schon am Boden gelegen und schwere Kopfverletzungen aufgewiesen.

Trainerin Christine Wels war eine verurteilte Tierquälerin

Die gebürtige Rostockerin arbeitete zuletzt als Trainerin und hatte auch mit Pferden gearbeitet, die später bei den Olympischen Spielen antraten. Viele der Tiere, die sie ausgebildet hatte, konnten gewinnbringend verkauft werden. Doch besonders im Angesicht ihres tödlichen Unfalls ist es pikant, dass die Ex-Dressurreiterin als Trainerin immer wieder ins Visier der Tierschützer geriet. Sie war mit ihren tierquälerischen Trainingsmethoden in verschiedenen Reitställen um Hamburg negativ aufgefallen.

2008 wurde die ehemalige Weltcup-Finalistin angezeigt und vom Landgericht Kiel als Tierquälerin verurteilt. Ihr wurde ein dreijähriges Tierhaltungsverbot auferlegt und der berufliche Umgang mit Pferden verboten. Die "Bild" zitiert Christine Wels' Rechtfertigung: "Ich bin nicht das schwarze Schaf des Dressursports, alle anderen Leistungsträger arbeiten wie ich. Die reiterliche Ausbildung war auch immer so und wird es bleiben."

Christine Wels: Einmal Tierquäler, immer Tierquäler?

Zuletzt ging die 66-Jährige ins Rheinland und hatte die Pferde ihrer Kunden in einem Reitstall bei Bonn untergebracht. Dort wurde sie von einer Tierärztin angezeigt. Diese fotografierte offene Flanken und vernarbte Striemen auf der Hinterhand der Pferde. Zudem beschreibt sie Wels bei der Arbeit mit den Tieren: Die Pferde seien immer sehr eng angebunden gewesen und mit Gerte und Sporen malträtiert worden. Wenn die Tiere einen falschen Schritt machten, seien sie verprügelt worden.

Nachdem klar wurde, dass Wels den Unfall nicht überlebt hatte zog die Tierärztin die Anzeige zurück. Aber abgeschlossen ist der Fall für sie nicht: "Ich frage mich, wieso konnte das alles passieren? Wieso hat sich auf dem Turnier keiner die Pferde angesehen? Die Methoden der Frau waren bekannt. Warum hat die FN da nicht genauer hingeschaut? Wieso haben die Besitzer weggeschaut?"

VIDEO: Ex-Dressurreiterin ist verurteilte Tierquälerin
Video: Elmar Schaermer/YouTube

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räc/zij/news.de

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