Alphonso Williams (57) ist tot

DSDS-Star stirbt kurz nach Krebs-Diagnose

Der ehemalige "DSDS"-Gewinner Alphonso Williams ist tot. Der 57-Jährige war an Prostata-Krebs erkrankt. Nun hat er den Kampf gegen die schwere Krankheit verloren. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

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Von news.de-Rekateurin Juliane Ziegengeist - 22.07.2015, 08.03 Uhr

Jules Bianchi: Formel 1 trauert: Sein Tod wird zum Mahnmal für die fast vergessene Gefahr

Die meisten Formel-1-Piloten mussten am Dienstag bei der Trauerfeier von Jules Bianchi zum ersten Mal Abschied von einem Fahrerkollegen nehmen. Lange war der Tod auf Strecke ein Schreckgespenst aus der Vergangenheit. Nun erinnert er uns daran: Die Gefahr fährt immer mit.

Jules Bianchi wurde in seiner Heimatstadt Nizza beigesetzt. Bild: dpa

WM-Punkte, Trophäen, Champagner-Regen - daraus besteht die Highspeed- und Glamour-Welt der Formel 1 normalerweise. Doch der Tod von Wie Bianchis Tod die Formel 1 wachrüttelt.

Bianchi als Mahnmal: Der Tod auf der Strecke hat die Formel 1 eingeholt

Nun geht der aufstrebende Fahrer, der bald für Ferrari ins Cockpit steigen sollte, auf andere, tragische Weise in die Geschichte ein. 21 Jahre nach dem Tod von Rennsportlegende Ayrton Senna ist Bianchi der jüngste Formel-1-Fahrer, der im Rennwagen sein Leben ließ - und wird zum Mahnmal für die Gefahr, die dem Sport inhärent ist und in den vergangenen Jahren schon fast in Vergessenheit zu geraten schien.

Lange war nichts passiert. Fahrer stiegen nach spektakulären Crashs fast unversehrt aus ihren Boliden, weil die Strecken und Rennautos sicherer geworden waren - eine wichtige, aber auch trügerische Entwicklung. Sie ließ das Gespür für die immer mitfahrende Gefahr verblassen und die Risikobereitschaft ansteigen. Der Tod auf der Strecke, der in den sechziger und siebziger Jahren zum Tagesgeschäft der Formel 1 gehörte, schien weit weg.

Formel 1 kämpft um mehr Sicherheit, aber: Ein Restrisiko fährt immer mit

Nun ist er wieder da - mit voller Härte. Viele der noch jungen Piloten werden zum ersten Mal in ihrer Karriere damit konfrontiert. Wie schon die Jahre zuvor hat es im Kampf um mehr Sicherheit bereits Konsequenzen gegeben: das virtuelle Safetycar zum Beispiel. Einige Rennen in Übersee - auch das in Japan - wurden für bessere Lichtbedingungen vorverlegt, eine Cockpitabdeckung steht erneut zur Diskussion.

Es sind richtige Überlegungen, die aber nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass die Gefahr nie ganz gebannt werden kann - so streng die Standards auch sind. Sie werden schwere Unfälle unwahrscheinlicher, aber nicht unmöglich machen. In den Formel-1-Wagen und an den Boxen sitzen Menschen aus Fleisch und Blut, sie machen Fehler, sind verwundbar. Mit dieser Gewissheit müssen sie schon am Wochenende in Ungarn ihrer Arbeit nachgehen.

Jules Bianchi wird in Gedanken bei ihnen sein.

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zurück Weiter Prinz Friso von Oranien-Nassaulag verunglückte im Februar 2012 bei einem Lawinenunfall im österreichischen Lech schwer. Er fiel ins Koma, bis er im August 2013 verstarb. (Foto) Foto: dpa/Frank Van Beek Kamera

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zij/news.de

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