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Wegen 1,7 Millionen Euro Kirchensteuer: Ex-Bayern-Star Luca Toni vor Gericht

Nächste Runde im Millionenstreit um nicht gezahlte Kirchensteuer: Ex-Bayern-Profi Luca Toni hat seinem früheren Steuerberater erneut unterstellt, ihn nicht ausreichend aufgeklärt zu haben. Kritik gab es auch an der katholischen Kirche.

Der FC Bayern München und die Steuern scheint eine niemals endende Kombination zu sein, wie sich seit dem Fall Uli Hoeneß bewiesen hat. Diesmal hat es jedoch einen ehemaligen Spieler der Bayern erwischt. Allerdings ist der Italiener Luca Toni diesmal nicht der Angeklagte, sondern Kläger. Der Stürmer verklagt seine früheren Steuerberater aufgrund nicht gezahlter Kirchensteuern in Höhe von mittlerweile 1,7 Millionen Euro. Diesen Betrag fordert das Kirchensteueramt von ihm.

Luca Toni steht wegen noch zu zahlender Kirchensteuer in Millionenhöhe vor Gericht. Bild: youtube/spox

Ärger über Kirchensteuer: "Bitte zahlen! Für Gott!"

Wegen Kirchensteuer: Luca Toni attackiert die katholische Kirche

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung legte Luca Toni vor dem Oberlandgericht München einen temperamentvollen Auftritt hin. Der ehemalige Bayern-Star bestritt energisch, in seiner deutschen Zeit jemals von Kirchensteuer gehört zu haben - und attackierte im gleichen Atemzug die kirche/1/">katholische Kirche.

„Mir hat niemand gesagt, was für Steuern ich zahlen muss. Ich bin der Meinung, wenn jemand an Gott glaubt, dann muss er nicht die Kirche bezahlen. Hätte ich das mit der Kirchensteuer gewusst, wäre ich sofort ausgetreten", so der 38-Jährige vor Gericht.

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Toni verdiente monatlich 500.000 Euro netto

Nach Bild-Informationen hatte der Italiener bei den Bayern einmalig sieben Millionen Euro plus 500.000 Euro monatlich von 2007 bis 2010 verdient. Netto! Um Steuern und Sozialabgaben kümmerte sich der Verein. Das Problem ist hierbei allerdings, dass Bayern keine Kirchensteuer zahlte. Eine Klub-Sekretärin machte im August 2007 auf Tonis Wohnsitzanmeldung bei "Religionszugehörigkeit" einen Strich. Somit sparte der FCB 1,5 Millionen Euro.

Gegenseite behauptet: Luca Toni wusste Bescheid

Tonis Steuerberater allerdings füllte später einen Steuerfragebogen mit „r-k" aus – also römisch-katholisch! Nun verklagt der Torjäger die Steuerberater, weil er sich von denen schlecht beraten und informiert fühlt. Die Gegenseite behauptet jedoch das Gegenteil. Toni sei sehr wohl über diese Steuer informiert worden. Dies konnte auch eine Zeugin bestätigen. Ein Urteil ist bislang noch nicht gefallen.

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Immerhin sportlich läuft es aber weiterhin wie geschmiert für Luca Toni. Mit seinen mittlerweile 38 Jahren hat der Italiener den Torriecher noch lange nicht verloren. Gemeinsam mit Mauro Icardi von Inter Mailand wurde der ehemalige Bayern Star mit 22 Treffern Torschützenkönig der Serie A. Ans Karriere-Ende denkt der Stürmer noch lange nicht. Er wird noch mindestens eine weiter Saison für Hellas Verona spielen.

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jko/loc/news.de/dpa

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