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MotoGP 2015 am Sachsenring: Reifenprobleme?: Weniger Crashs durch neue Bridgestone-Reifen

Mit seinen vielen Linkskurven fordert der Sachsenring vor allem Reifenhersteller Bridgestone heraus. Für die MotoGP 2015 stellt er hier erstmals einen asymmetrischen Vorderreifen zur Verfügung. Nicht nur deshalb haben die Experten am Rennwochenende jede Menge zu tun.

Das Streckenlayout des Sachsenrings ist nicht nur für die MotoGP-Fahrer, sondern auch die Reifen eine Herausforderung. Mit zehn Links- und nur drei Rechtskurven wird vor allem die linke Reifenflanke stark belastet. Während diese heiß läuft, neigt die rechte Seite zum Auskühlen, was in der Vergangenheit insbesondere in Kurve elf – der ersten Rechts- nach sieben Linkskurven – immer wieder zu Stürzen führte.

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MotoGP 2015 auf dem Sachsenring: Bridgestone liefert asymmetrischen Vorderreifen

Reifenhersteller Bridgestone, der die MotoGP 2015 nach 14 Jahren zum letzten Mal beliefert, hat darauf reagiert und stellt den 25 Fahrern der Königsklasse neben dem asymmetrischen Hinterreifen erstmals auch einen asymmetrischen Vorderreifen zur Verfügung. Asymmetrisch heißt: Der Gummi auf der linken Reifenflanke ist deutlich härter als auf der rechten, um den speziellen Anforderungen der Strecke gerecht zu werden, wie Carmine Moscaritolo in der Fitting Area am Sachsenring erklärt.

Bridgestone stattet die MotoGP in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal mit Reifen aus. Bild: dpa

Hier - in der Fitting Area - werden die Reifen der Fahrer vorbereitet und nach den Sessions hinsichtlich Performance und Haltbarkeit analysiert. Das liefert wiederum wichtige Daten für die Entwicklung neuer Reifenmischungen. "Wir haben 18 Strecken in dieser Saison. Und in ungefähr 16 bringen wir komplette andere Reifen an den Start, um jeder einzelnen Strecke gerecht zu werden", sagt Moscaritolo.

1.200 Reifen für ein Rennwochenende - MotoGP-Fahrer können von soft bis hard wählen

Insgesamt 1.200 Reifen stellt Bridgestone den 25 Fahrern an nur einem Rennwochenende zur Verfügung. „Etwa 700 davon werden auch tatsächlich genutzt", so der Bridgestone-Mitarbeiter. Neben den asymmetrischen Vorderreifen stehen am Sachsenring sowohl hinten als auch vorn verschiedene Reifenmischungen zur Verfügung: von soft über medium bis hart. Dabei sind alle Hinterreifen asymmetrisch, also links deutlich härter. Hinzu kommen die Regenreifen.

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Marc Márquez mit neuem Reifen am ersten Trainingstag Schnellster auf dem Sachsenring

Welche Reifen in den einzelnen Sessions verschlissen werden, entscheidet jedes Team selbst. Allerdings muss man haushalten, denn jeder Fahrer kann nur auf eine bestimmte Anzahl an Reifen zurückgreifen. Das gilt auch für den neu zur Verfügung gestellten asymmetrischen Vorderreifen. Marc Márquez brachte ihn als erster im Freien Training zum Einsatz – und konnte damit seine Bestzeit noch einmal steigern. Teamkollege Dani Pedrosa hingegen verzichtete bisher auf einen Test.

Die Rekorde von Marc Marquez
MotoGP
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Damit auch ja nichts vertauscht wird, ist jeder Pneu mit einem Barcode versehen, der es ermöglicht, per Scan genau nachzuvollziehen, von wem und wann er genutzt wurde. "So verhindern wir, dass der Reifen eines Fahrers aus Versehen in der Box eines anderen landet. Alles ist individualisiert. Tricksen geht nicht", sagt Carmine Moscaritolo.

MotoGP und Formel 1 im Reifenvergleich - ein Ritt auf der Visitenkarte

Bezahlen müssen die Teams für die Bridgestone-Reifen nicht. Für den Reifenhersteller geht es in erster Linie um Werbung und Entwicklungsarbeit. Diese schätzt Moscaritolo in der MotoGP als noch herausfordernder ein im Vergleich zur Formel 1. Zwar fahren die Boliden dort mit wesentlich mehr Power unter der Haube. Dabei ist die Auflagefläche der Reifen aber auch um einiges größer als bei einem Motorrad.

"In der MotoGP werden über 260 PS auf eine Fläche so klein wie eine Visitenkarte übertragen", erklärt Moscaritolo. "Dafür Reifen zu bauen, die nicht nur gut performen, sondern auch ein Höchstmaß an Sicherheit bieten, ist eine Wissenschaft". Ab der kommenden Saison wird sich Konkurrent Michelin als neuer Reifenlieferant dieser Aufgabe stellen müssen.

FOTOS: Rossi, Marquez, Lorenzo Die Gesichter der MotoGP
zurück Weiter Er ist der Star der MotoGP-Szene: Valentino Rossi. Der Italiener hat neun Weltmeistertitel eingefahren, sieben davon in der Königsklasse. (Foto) Foto: dpa/Ettore Ferrari Kamera

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zij/news.de

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