Tour de France 2015: Cancellara gibt verletzt auf: Massensturz überschattet Tour-Etappe

Dramatische Bilder bei der dritten Etappe. 55 Kilometer vor dem Ziel kommt es bei Tempo 42 zum Massensturz. Am Ende sind es mehr als 20 Verletzte, darunter auch der Träger des Gelben Trikots, Fabian Cancellara.

Bei der Tour de France kam es auf der dritten Etappe zu einem schweren Massensturz. Bild: dpa

Der deutsche Radprofi Tony Martin hat bei der dritten Etappe das Gelbe Trikot wieder nur knapp verpasst. Trennten den dreimaligen Zeitfahr-Weltmeister fünf Sekunden vom ersehnten ersten "Maillot Jaune" seiner Karriere, so waren es am Sonntag drei, und nun nur eine mickrige Sekunde. Überschattet wurde die Tour jedoch von einem schweren Massensturz.

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Tour de France: Massensturz sorgt für zehnminütige Unterbrechung

Rund 55 Kilometer vor dem Ziel war William Bonnet aus der französischen FDJ-Equipe zu Boden gegangen, nachdem er das Rad eines Kollegen touchiert hatte. Der Auslöser eines schlimmen Massencrashs. Innerhalb weniger Sekunden rasten weitere Fahrer in die Gestürzte, darunter auch der Träger des Gelben Trikots Fabian Cancellara. Etwa 20 Fahrer waren am Ende in den Massensturz verwickelt. Die Tour-Organisation musste die Etappe am Montag sogar für gut zehn Minuten neutralisieren, was es nur fünfmal gegeben hatte.

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Bei dem Sturz verletzten sich mehr als 20 Radrennfahrer. Gelbträger Fabian Cacellara musste die Tour de France daraufhin abbrechen. Bild: dpa

Cancellara verletzt sich bei Massensturz - Tour de France-Aus

Die Neutralisation erfolgte aus guten Grund. Bei einer Geschwindigkeit von 42 km/h verletzten sich zahlreiche Fahrer.Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister aus der Schweiz Fabian Cancellara kam von der Strecke ab und überschlug sich mit seinem Rennrad. Mit großen Schmerzen schleppte er sich ins Ziel, verlor aber bei mehr als elf Minuten Rückstand sein Gelbes Trikot an Chris Froome. Am Abend gab sein Team sein endgültiges Tour de France-Aus bekannt. Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister hat sich bei dem Sturz zwei Lendenwirbel gebrochen.

Weitere Fahrer müssen Tour aufgeben

Bitter für den Schweizer, aber damit ist er nicht der einzige. Unter anderen mussten der bisherige Dritte Tom Dumoulin (Niederlande) vom deutschen Giant-Alpecin-Team mit einer ausgekugelten Schulter und der frühere Mailand-San-Remo-Sieger Simon Gerrans (Australien) mit einem Handgelenkbruch aufgeben. Beide wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Andere Fahrer wie der Australier Michael Matthews setzten mit zerfetzten Trikots und schlimmen Schürfwunden die Reise fort.

VIDEO: Massensturz bei der 3. Etappe
Video: youtube/Татьяна Осипова

Der schlimmste Teil des Radsports

"So etwas habe ich noch nie gesehen, viel Blut und Schmerzen hier - das ist der schlimme Teil von unserem Sport", twitterte der Alberto Contador-Teammanager Oleg Tinkow. Und die nächste Grausamkeit wartet bereits am Dienstag auf die Fahrer in der «Hölle des Nordens». 13,3 der 223 Kilometer langen Etappe von Seraing nach Cambrai müssen auf dem gefürchteten Kopfsteinpflaster zurückgelegt werden.

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Tour de France - live im TV und im Livestream

Freunde des Radsport kommen sowohl im Ersten, als auch auf Europsport auf ihre Kosten. ARD beginnt mit der Übertragung von der 3. bis zur 7. Etappe (6. bis 10. Juli) täglich ab 16:05. Eurosport beginnt mit der Live-Übertragung bereits ab 14:15. Der Sender bietet zudem das komplette TV-Programm auch als Live-Stream im Internet oder in einer App an. Nutzen Sie dazu einfach den Eurosport-Player oder Magine TV. Die ARD hat auf sportschau.de ebenfalls einen Livestream eingerichtet.

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Bitteres Tour-Aus für Cancellara

Für den Schweizer Cancellara ist das frühzeitige Ausscheiden besonders bitter. Der 34-jährige Schweizer wollte seine letzte Tour eigentlich genießen. Noch vor der Etappe hatte der Topfavorit seinen Abschied angekündigt .Für den 29-maligen Träger des Gelben Trikots endete das Kapitel Tour de France nun in einem belgischen Krankenhaus. "Es waren tolle 24 Stunden, nun kam das Pech zurück. Den einen Tag gewinnst du, den anderen verlierst du. Ich behalte das Positive in Erinnerung."

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FOTOS: Volvo Crashtest-Zentrum Unfälle im Auftrag der Sicherheit

jko/bua/news.de

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