Bradley Wiggins ist aktuell der schnellste Radfahrer: Ist die Schallmauer von 55 km/h mit dem normalen Rennrad überhaupt zu knacken?

Bradley Wiggins hat sich als dritter Brite den Stundenweltrekord im Radfahren gesichert. Der Tour-Champion schaffte in London 54,526 Kilometer und überbot damit die bisherige Bestmarke von 52,937 Kilometer.

Bradley Wiggins bricht Stundenweltrekord Bild: picture-alliance/ dpa/ PRESS ASSOCIATION

Die Geschichte des Stundenweltrekords Der erste offizielle Stundenweltrekord datiert vom 11. Mai 1893. Henri Desgrange (Frankreich) legte auf seinem Fahrrad 35,325 Kilometer zurück. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde die Bestmarke auf 44,247 Kilometer gesteigert. Dieser im Jahr 1914 aufgestellte Stundenweltrekord des Schweizers Oscar Egg hatte bis 1933 Bestand. In den folgenden Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der Stundenweltrekord mehrfach verbessert und stand Ende 1942 bei 45,798 Kilometer, aufgestellt vom legendären Fausto Coppi (Italien).

Die schnellsten Deutschen auf dem Rennrad

Am 18. September 2014 war Jens Voigt (Deutschland) der erste Weltrekordhalter, der auf einem handelsüblichen Rennrad mehr als 50 Kilometer zurücklegte. Die Bestmarke von 51,115 Kilometer wurde seither im Abstand von jeweils wenigen Wochen insgesamt viermal verbessert, letztmals durch Bradley Wiggins am 7. Juni 2015.
Als offizieller Stundenweltrekord werden ausschließlich Leistungen mit einem Rennrad anerkannt. Der Brite Chris Boardman legte am 7. September 1996 auf einem Spezialfahrrad 56,375 Kilometer zurück.

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Der Stundenweltrekord und die Physik

Da sich der Luftwiderstand im Vergleich zur Geschwindigkeit im Quadrat erhöht, ist diese Kraft das stärkste Hindernis, welches vom Radfahrer überwunden werden muss und eine wesentlich größere Rolle spielt als etwa der Rollwiderstand. Daher werden Stundenweltrekorde ausschließlich auf der Bahn aufgestellt und vorzugsweise in hoch gelegenen Städten. Die geringere Luftdichte führt zu weniger Luftwiderstand. Der dadurch entstehende Vorteil ist als größer zu bewerten als der Nachteil des geringeren Sauerstoffgehalts in der Höhenluft - solange dabei ein gesundes Mittelmaß getroffen wird.

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