Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist - 04.06.2015, 13.56 Uhr

Isle of Man TT 2015: Im Qualifying: Motorradfahrer verunglückt tödlich

Es sollte sein Debüt bei der Isle of Man TT 2015 werden. Doch der Kawasaki-Pilot Franck Petricola verunglückte bereits im Qualifying tödlich. Erst im vergangenen Jahr hatte er nach einem Unfall mehrere Monate im Koma gelegen.

Es ist das wohl gefährlichste Motorradrennen der Welt: die Isle of Man TT. Jahr um Jahr treten wagemutige Biker auf ihren Maschinen zum Ritt auf der Rasierklinge an. Die Rennen, die auf der gleichnamigen Isle of Man in der irischen See stattfinden, werden nicht auf einer gewöhnlichen Rennstrecke, sondern ganz normalen Straßen ausgetragen, die währenddessen für den Individualverkehr gesperrt sind.

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Isle of Man TT 2015: Mit über 200 km/h durch enge Häuserschluchten

Vor allem deshalb ist die Isle of Man TT so umstritten. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 200 km/h rasen die Teilnehmer zwischen Häuserschluchten und Steinwänden entlang. Auslaufzonen oder Schutzbarrieren, wie bei permanenten Rennkursen, gibt es so gut wie nicht. Deshalb kommt es in jedem Jahr auch zu tödlichen Unfällen.

Jedes Jahr kommen beim umstrittenen Straßenrennen der Isle of Man TT Fahrer ums Leben. Bild: news.de-Screenshot (YouTube/Duke)

Kawasaki-Pilot Franck Petricola stirbt im Superbike-Training der Isle of Man TT

So ist die Isle of Man TT 2015 erst wenige Tage alt - am 30. Mai startete das Motorradrennen mit den Trainings - und schon gibt es den ersten Todesfall. Beim ersten Superbike-Training zur Tourist Trophy (TT) am Mittwoch stürzte der Kawasaki-Pilot Franck Petricola schwer und verstarb. Besonders tragisch: Erst im vergangenen Jahr lag der 32-Jährige nach einem Unfall mehrere Monate im Koma.

Immer wieder Todesfälle beim gefährlichsten Motorradrennen der Welt

Sein Debüt bei der Isle of Man TT hatte er deshalb auf dieses Jahr verschieben müssen. Doch schon beim Qualifying ereilte ihn das tödliche Unglück. Der Unfall wird bereits untersucht. Er ist leider kein Einzelfall. Seit Beginn der Tourist Trophy im Jahr 1907 kamen mehr als 240 Rennfahrer ums Leben, allein seit 2000 wurden 21 Todesfälle registriert.

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zurück Weiter Prinz Friso von Oranien-Nassaulag verunglückte im Februar 2012 bei einem Lawinenunfall im österreichischen Lech schwer. Er fiel ins Koma, bis er im August 2013 verstarb. (Foto) Foto: dpa/Frank Van Beek Kamera

Doch die Fahrer kennen das Risiko. Anders als bei permanenten Rennstrecken ist der Kurs der Isle of Man TT viel zu lang (mehr als 60 Kilometer), um sich alle Kurven und Bremspunkte zu merken und diese bestmöglich kalkulieren zu können - bei den gefahrenen Geschwindigkeiten besteht ständige Lebensgefahr. 1976 wurde die Tourist Trophy folglich aus der Wertung der Straßen-WM gestrichen.

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zij/bua/news.de

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