03.06.2015, 09.17 Uhr

Der neue BVB-Trainer: So tickt Thomas Tuchel privat

Am Mittwoch gab Thomas Tuchel sein erstes offizielles Interview als neuer Trainer von Borussia Dortmund. Damit muss er ein gewaltiges Erbe antreten, denn der charismatische Klopp hatte unter den Borussen-Fans eine große Anhängerschaft. Doch wer ist eigentlich die Privatperson Thomas Tuchel?

Nach Klopp-Schock wird Thomas Tuchel neuer Trainer.

Der eine kommt, der andere geht: Jürgen Klopp (re.) und Thomas Tuchel. Bild: Fredrik von Erichsen/picture alliance/dpa

Für Thomas Tuchel steht die Familie an erster Stelle

Tuchel ist, ähnlich wie Jürgen Klopp, kein Showman. Im Privaten hält er sich am liebsten aus der Öffentlichkeit heraus. Ein bodenständiger Zeitgenosse soll er sein. Die Familie ist für ihn das Wichtigste. Dem "Main Echo" erklärte er, dass er versuche, sein "Privatleben auch privat zu halten, es als Rückzugsmöglichkeit zu nutzen, dort aufzutanken". Das war im Jahr 2010, als Tuchel gerade seinen Durchbruch als Trainer beim Mainz 05 erlebt hatte. Auch Jürgen Klopp hatte, bevor er zu Borussia Dortmund ging, in Mainz als Trainer angefangen und dort - ähnlich wie bei den Borussen - für so manche Glanzleistung gesorgt.

Thomas Tuchel ist einfach nur ein freundlicher Familienvater

Tuchel ist seit 2009 mit seiner großen Liebe Sissi verheiratet und hat mit ihr zwei Töchter: Emma und Kim. Diese sind fünf und vier Jahre alt. In Wiesbaden beschrieben ihn Nachbarn als freundlichen Familienvater, der ihnen als Gruß zunickte. Sowieso scheint Tuchel es privat eher ruhig anzugehen. In Mainz lebte er mit seiner Familie in einem Haus mit Garten. Für einen Job mal eben in eine andere Stadt in ein Hotel zu ziehen - das kommt für Tuchel nicht in Frage. Ohne Familie zu leben, so sagte er der Mainzer "Allgemeinen Zeitung", das halte er für "Wahnsinn".

Wenn Tuchel nicht bei der Familie ist, verbringt er seine Zeit am liebsten mit Fußball. Gegenüber dem Sender Sport1 äußerte er: "80 Prozent meiner Wachzeit verbringe ich mit Fußball". Ob das wirklich so stimmt ist fraglich, zeigt aber Tuchels hohes Engagement und seine Liebe für den Sport.

FOTOS: Bundesliga Kloppos Ausraster

Die Borussen bekommen einen intellektuellen Trainer

Vor seiner großen Fußball-Karriere hat Tuchel studiert. Zunächst Anglistik und Sportwissenschaften. Diese Fächerkombination konnte er aber nicht beenden. Gegenüber dem "Main Echo" gab er zu: "Ich habe mich damals schon ein wenig verzettelt". Der zweite Versuch, ein BWL-Studium, schaffte er dann aber.

Tuchels Abschied aus Mainz war eher unterkühlt

Mit dem Mainzer Manager Christian Heidel spann Tuchel übrigens nicht so einen guten Faden. Als Tuchel seinen Rücktritt Ende der Saison 2014/15 erklärte, sagte Heidel: "Wir sind nicht die dicksten Freunde." Überhaupt schien das Verhältnis zum Club ein wenig unterkühlt. Das scheint Tuchel aber nicht weiter zu kümmern. In der "Zeit" erklärte er, dass es ihm weder auf das Lob der Fans, noch das der Medien ankomme. - Dann bleibt ja nur noch die Frage, was Tuchel beim BVB leisten wird.

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