Von news.de-Volontärin Ines Fedder - 29.05.2015, 10.43 Uhr

Verkehrte Welt beim HSV-Trainer?: Darum redete Bruno Labbadia das Spiel schön!

Am gestrigen Hinspiel der Relegation 2015 herrschten die Gegensätze. Während die Karlsruher auf dem Platz die Ruhe weg hatten und Trainer Markus Kauczinski entspannt auf der Trainerbank saß, flitzte Bruno Labbadia am Seitenrand - und redete die schlechte Leistung seiner Mannschaft am Ende auch noch schön.

HSV-Trainer Bruno Labbadia. Bild: dpa

Der Bundesliga-Dino pfeift aus dem letzten Loch. Das 1:1 im Hinspiel der Relegation ist ein dankbares Ergebnis, in Anbetracht der Tatsache, dass der Aus Angst vor Ausschreitungen - Rückspiel des HSV gegen Karlsruhe vorverlegt.

Zweitliga-Niveau beim HSV - Relegationsspiel bringt nichts als Frust

Bereits nach vier Minuten schoss ausgerechnet ein Ex-Hamburger Rouwen Hennings das 1:0 für den Karlsruher SC und brachte die Hamburger in Verlegenheit. Mangelnde Initiative vom Abwehrspieler Johan Djourou führten zum Führungstreffer von Hennings, der mit seinem Hammer-Schuss einfach mal aufs Tor zielte. Eines, das hätte verhindert werden können?

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Nach dem Relegationsduell der Hamburger: Bruno Labbadia empört über die Kritik

Scheinbar nicht! Denn wenn es nach Trainer Bruno Labbadia geht, war "das Tor nicht zu verhindern", wie er im Gespräch mit Reinhold Beckmann im Anschluss des Spiels erklärte. Auch nach mehrmaligen Nachhaken wollte der HSV-Trainer nicht so recht etwas auf seine Spieler kommen lassen. Dass der Hamburger Sportverein nicht genug investierte, davon wollte Labbadia nichts hören. "Wir sind nicht der FC Bayern", ärgerte sich Labbadia im Studio. "Auch die haben gegen Mannschaften, die hinten tief stehen, ihre Schwierigkeiten", wetterte Labbadia des Weiteren.

Hamburg - Karlsruhe - Das Duell der Gegensätze auf und neben dem Platz

Nicht nur auf dem Spielfeld war es ein Spektakel der Gegensätze. Während KSC-Trainer Markus Kauczinski beinahe lässig die 90 Minuten auf der Bank saß, flitzte Labbadia wie ein Steh-Auf-Männchen am Spielfeldrand, erst recht dann, als für den HSV die rettende Erlösung fiel.

Rückspiel des HSV in Karlsruhe - wenig Hoffnung auf Erfolg

Der Ausgleich von Ilicevic erlöste den HSV dann doch noch und erhält zumindest die Chancen auf das Rückspiel am kommenden Montag. Und während die Fans bereits nach Abfiff in gewohnter Manier "Immer erste Liga" rufen, hat Bruno Labbadia noch eine Menge Arbeit vor sich - auch wenn er sich dessen gar nicht bewusst werden will. Denn im Rückspiel in Karlsruhe werden die Hamburger nicht mit der Masse an Fans im Rücken auftreten können. Auch die Hoffnung nach dem guten Spiel gegen den FC Schalke sind wohl nach diesem Auftreten ziemlich gering.

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ife/sam/news.de

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