Von news.de-Volontärin Ines Fedder - 05.02.2015, 13.20 Uhr

Nach historischer Niederlage: Jürgen Klopp: Ist der BVB am Ende?

Der BVB feierte an diesem Wochenende nach dem Spiel gegen den FC Augsburg ein trauriges Jubiläum: Die 500. Heimpleite der Schwarz-Gelben in der Geschichte der Bundesliga! Fans sind sauer, Kritiker besorgt und es hagelt Hohn und Spott. Muss Trainer Jürgen Klopp nun das Feld räumen?

Pure Verzweiflung bei Trainer Jürgen Klopp. Bild: dpa

Für Jürgen Klopp und seine Jungs gibt es wahrlich keinen Grund zu feiern. Vor allem jetzt nicht, wo Borussia Dortmund die zweitschlechteste Saison in der gesamten Bundesliga-Historie abliefert. Noch mieser waren die Borussen nur 1971/72 und Fans wissen: Das ist die Saison, in der die Dortmunder das erste Mal abgestiegen sind. Die Zeichen stehen also denkbar schlecht für den BVB, der selbst keinen Ausweg aus der Krise findet.

Trainer Jürgen Klopp nach BVB-Pressekonferenz: Rücktritt ausgeschlossen

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag schloss Trainer Jürgen Klopp einen Rücktritt trotz erneuter Niederlage gegen den FC Augsburg dennoch kategorisch aus. «Ich habe keinen Bock mehr, ich resigniere - das kann ich komplett ausschließen. Mein Akku ist voll. Und außerdem bin ich vom Erfolg unserer Mission nach wie vor überzeugt», sagte der Trainer des Bundesliga-Tabellenletzten.

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BVB in der Krise - Südkurve tobt nach Niederlage gegen FC Augsburg

"Die Situation ist schlechter als jede, die wir bisher miterlebt haben", sagte Kapitän Mats Hummels noch direkt nach Abfiff in Augsburg. Und das merken auch die Fans. Deren "Echte Liebe" geht nämlich allmählich der Gar aus. Nachdem die Dortmunder im Spiel gegen Augsburg auch in der zweiten Halbzeit nach der roten Karte gegen Christoph Janker es verpasst haben, ihre zahlenmäßige Überlegenheit auch in Tore umzusetzen, hagelte es wüste Beschimpfungen und Zwischenrufe aus der Südkurve des BVBs. Die Zuschauer vermissen den Kampfgeist, den unbedingten Willen zu gewinnen.

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Mission Klassenerhalt bei Borussia Dortmund: Muss BVB-Trainer Jürgen Klopp das Feld räumen?

Der Trainer stellt sich abermals vor die Mannschaft. Die wichtigste Frage jedoch: Wie lange kann sich der Verein noch vor den Trainer stellen?

"Wir müssen uns noch mehr wehren. Wir müssen Mut zeigen, dass wir uns in den richtigen Momenten richtig verhalten wollen. Wir machen in den entscheidenden Momenten Fehler. Das müssen wir sofort abstellen. Es ist nicht das gleiche wie in der Vorrunde. Wir müssen jetzt in Freiburg eine Reaktion zeigen, um diesen negativen Lauf zu durchbrechen", beteuert Jürgen Klopp und macht klar, dass er der richtige Mann für die Rückrunde ist.

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Die nächsten Spiele werden richtungsweisend sein. Weiter nach unten geht es in der Tabelle nicht. Und auch spielerisch kann es nur aufwärts gehen. Eine Fehlpassquote von 27 Prozent und nur 41 Prozent gewonnene Freikämpfe gegen Augsburg! Die Verunsicherung der Mannschaft spielt für den Gegner.

"Es sind noch 15 Spiele. Wir müssen uns straffen", so die Ansage des Trainers. Ob Jürgen Klopp auch nach einer möglichen Pleite im Derby gegen den FC Schalke am 28. Februar seine Ziele beim BVB weiter verfolgen wird, bleibt abzuwarten.

Trotz Treuebekundungen seitens der Vereinsführung wird der Druck auf den Trainer immer größer. Spott und Hohn hagelt es nicht nur von der Konkurrenz.

Hohn und Spott für den BVB: Sportschau-Moderator vergleicht Dortmund mit "Der Bachelor"

ARD-Moderator Matthias Opdenhövel verglich das Spiel der Dortmunder am Wochenende bei Twitter sogar mit der RTL-Sendung "Der Bachelor". Und wie wir ja alle wissen, hat besonders die Bachelor-Liebe meist ein jähes Ende. Jürgen Klopp wird jedoch alles dafür tun, dass seine "echte Liebe" auch in der kommenden Saison noch für Herzklopfen bei den Fans sorgt. Und hoffentlich auch für viele Tore!

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ife/sam/news.de

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