Junior Malanda: Horror-Crash: Wolfsburg-Profi tot

Der VfL Wolfsburg steht unter Schock. Der 20-jährige Profi Junior Malanda stirbt bei einem Autounfall. Auch der belgische Verteidiger Anthony D'Alberto vom RSC Anderlecht hat im Unglückswagen gesessen.

Die Fußball-Bundesliga trauert um Junior Malanda. Der Profi des wolfsburg/1/">VfL Wolfsburg kam am Samstag bei einem Autounfall in der Nähe von Porta Westfalica ums Leben. Der belgische Junioren-Nationalspieler, der seit Beginn des Jahres 2014 für die Niedersachsen spielte, wurde nur 20 Jahre alt.

Bundesliga-Profi Junior Malanda (20) ist bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Bild: picture alliance / dpa / Peter Steffen

Junior Malanda kommt auf dem Weg ins Trainingslager ums Leben

Malanda hatte in der laufenden Saison zehn Spiele für den Europa-League-Teilnehmer bestritten. Er befand sich auf der Anreise zum Flughafen Braunschweig. Von dort wollte er mit dem VfL-Team ins Trainingslager nach Südafrika fliegen. Allofs sagte nach längerer Beratung mit der Clubführung den vorgesehenen Abflug am Abend ab. Der Verein will nun am Sonntag entscheiden, ob er mit Verspätung ins Trainingslager fliegt oder die Reise komplett absagt. An der Wolfsburger Arena trauerten Fans um den Mittelfeldspieler.

Bei Autounfällen getötete Bundesliga-Spieler
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Unfall auf A2: Malanda verstirbt an Unglücksstelle

Nach Angaben der Polizei Bielefeld ereignete sich der tödliche Unfall gegen 15.20 Uhr auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover, als ein Geländewagen bei Starkregen nach Zeugenaussagen ohne Fremdeinwirkung aus noch ungeklärter Ursache ins Schleudern kam. Das Auto prallte gegen einen Baum. Dabei wurde Malanda aus dem Auto geschleudert und starb am Unfallort. Der Fahrer und ein Beifahrer, ebenfalls 20 Jahre alte Belgier, seien bei dem Unfall schwer verletzt worden, hieß es weiter.

VIDEO: VfL-Wolfsburg-Star bei Autounfall getötet
Video: clipkit/SID

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Anderlecht-Verteidiger D'Alberto mit Malanda im Auto

Beim tödlichen Unfall von Junior Malanda hat auch der belgische Verteidiger Anthony D'Alberto aus der U21-Mannschaft des RSC Anderlecht im Unglückswagen gesessen. Das teilte der belgische Fußball-Club auf seiner Internetseite mit. Der 20-Jährige war Polizeiangaben zufolge schwer verletzt in ein Krankenhaus gekommen, bei ihm bestand keine Lebensgefahr. «Der RSC Anderlecht wünscht ihm eine schnelle Genesung», schrieb der Verein.

VfL Wolfsburg: Südafrika-Trainingslager findet statt

Zahlreiche Bundesligisten drückten binnen Minuten ihre Anteilnahme aus. Die meisten Spieler des VfLWolfsburg wurden auf dem Weg zum Treffpunkt auf dem Flughafen Braunschweig-Waggum von der Todesnachricht überrascht. Von dort aus sollte es ins Trainingslager nach Kapstadt gehen. Sie reagierten geschockt und fuhren am Abend zurück in ihre Wohnungen.

VfL Wolfsburg hatte wegen des Unglücks die geplante Reise nach Südafrika zunächst verschoben, wollte nach einer eintägigen Bedenkzeit am Sonntagabend aber doch ins Trainingslager nach Kapstadt aufbrechen.

«Es war keine leichte Entscheidung, aber es ist die absolut richtige», erklärte VfL-Manager Klaus Allofs am Sonntag. «Junior wollte den Erfolg, das ist das Letzte, was wir für ihn tun können», ergänzte Allofs. Trainer Dieter Hecking, mehrfach von Weinkrämpfen geschüttelt, verteidigte die Maßnahme. «Die Lücke ist groß, aber es geht weiter im Leben. Das müssen wir vor allem den jungen Spielern vermitteln», sagte der Coach des Tabellenzweiten. Er möchte am vorgesehenen Programm mit zwei Testspielen in Südafrika festhalten. In Kapstadt soll das Team mit psychologischer Hilfe Trauerarbeit leisten.

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Nach Tod von Junior Malanda: Reaktionen aus der Bundesliga

Zahlreiche Profis von anderen Clubs zeigten sich betroffen, unter ihnen die Nationalspieler Jérôme Boateng, Lukas Podolski, Mario Götze, Benedikt Höwedes, Toni Kroos, Marco Reus und Kevin Volland. Viele Bundesligisten bekundeten spontan ihr Beileid.

Vfl Wolfsburg

«Wir sind alle zutiefst bestürzt und können unsere Fassungslosigkeit kaum in Worte fassen. Wir alle haben ihn geliebt», sagte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs. «Wir können immer noch nicht glauben, dass er nicht mehr bei uns ist.»

VfL-Aufsichtsratsmitglied Stephan Grühsem in einer ersten Stellungnahme: «Wir sind wahnsinnig betroffen, es ist ein ganz furchtbares Unglück». Malandas belgischer Teamkollege Kevin De Bruyne teilte auf Instagram mit: «Wir haben einen großen Freund zu früh verloren. Ruhe in Frieden, Du wirst immer bei uns sein.»

«So merkwürdig, wenn Du deinen Freund morgens noch gehört hast und dann diese Nachricht zu erfahren», twitterte sein belgischer VfL-Teamkollege Kevin De Bruyne. «Wir haben einen großen Freund zu früh verloren. Ruhe in Frieden, Du wirst immer bei uns sein.»

Fifa-Präsident Sepp Blatter

Weltverbandspräsident Joseph Blatter zeigte sich «geschockt und traurig»: «Der Fußball verliert ein großes Talent.» Auch Belgiens Nationaltrainer Marc Wilmots erklärte: «Der belgische Fußball verliert eines seiner größten Talente. Mein tiefstes Mitgefühl gilt der Familie und den Bekannten von Junior Malanda.»

FC Bayern München

Am Tag nach dem Unfalltod des Wolfsburgers Junior Malanda hat der FC Bayern München zu Beginn seiner Trainingseinheit am Sonntag in Katar eine Gedenkminute eingelegt. Auch der deutsche Fußball-Rekordmeister trauert um den 20 Jahre alten Belgier. «Der FC Bayern spricht den Angehörigen von Junior Malanda und dem Club unser tief empfundenes Beileid aus», sagte Sportvorstand Matthias Sammer in Doha. «Das tut uns unendlich leid. Ich kann dafür keine Worte finden, was man dafür empfindet. Es ist schrecklich, und es ist für mich mit Worten nicht zu sagen.»

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sam/news.de/dpa

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