Leichtathletik: Sieg für Harting gegen Malachowski - Cremer Zweite

Hengelo - Diskus-Recke Robert Harting kommt im EM-Jahr der Leichtathleten immer besser in Schwung. Der Berliner gewann am Sonntag das nächste Duell mit seinem polnischen Dauerrivalen Piotr Malachowski klar und warf mit 68,47 Metern so weit wie nie in dieser Saison.

Sieg für Harting gegen Malachowski - Cremer Zweite Bild: Claudio Peri/dpa

Drei Tage nach seinem Sieg bei der Diamond League in Rom setzte sich Harting auch beim World-Challenge-Meeting in Hengelo mit 68,47 Metern durch. So weit hatte der 29-Jährige im EM-Jahr noch nicht geworfen. Malachowski wurde mit 67,07 Metern Zweiter; der WM-Zweite aus Polen blieb damit gut zwei Meter unter seiner Weltjahresbestweite.

Richard Thompson (Trinidad und Tobago) blieb als Sprint-Sieger in 9,95 Sekunden als sechster 100-Meter-Läufer in diesem Jahr unter zehn Sekunden. Esther Cremer knackte als erste deutsche 400-Meter-Läuferin die Norm für die Europameisterschaften Mitte August in Zürich. Die 26-Jährige aus Wattenscheid musste sich in 51,87 Sekunden nur der Französin Floria Guei (51,80) knapp geschlagen geben.

Einen guten zweiten Platz erkämpfte auch Stabhochspringer Tobias Scherbarth. Mit 5,55 Metern landete der Leverkusener direkt hinter Frankreichs Weltrekordmann Renaud Lavillenie, der mit 5,80 Meter gewann und erst an 5,91 Meter scheiterte. Die EM-Norm (5,70) des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hatte Scherbarth schon in der Tasche. Bisher haben allerdings nur er und Clubkollege Karsten Dilla (5,70) die Vorgabe für den Saisonhöhepunkt erfüllt. Dilla begnügte sich beim Fanny-Blankers-Koen-Meeting mit 5,45 Meter und Platz fünf.

Nur um 8/100 Sekunden schrammte der deutsche 800-Meter-Champion Robin Schembera aus Leverkusen als Sechster in 1:46,33 Minuten an der WM-Normzeit vorbei.

Ganz stark präsentierte sich Zehnkampf-Weltrekordler Ashton Eaton bei einem weiteren Ausflug auf die 400-Meter-Hürdenstrecke: Der Amerikaner unterbot als Zweiter in 49,07 Sekunden seine Bestzeit um 62/100 Sekunden. Den Sieg sicherte sich der WM-Zweite Javier Culson aus Puerto Rico in 48,66 Sekunden.

Hengelo ist die siebte Station der World-Challenge-Serie, die bis zum September 13 Meetings - darunter das Berliner ISTAF - umfasst.

news.de/dpa

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