Fußball: Spekulationen um Kroos - Bayern wollen nicht mehr bieten

München - Die Zukunft von Nationalspieler Toni Kroos beim FC Bayern München ist offener denn je. Einem Bericht der «Manchester Evening News» zufolge steht der Mittelfeldprofi kurz vor einem Wechsel vom deutschen Double-Sieger zum englischen Rekordmeister Manchester United.

Spekulationen um Kroos - Bayern wollen nicht mehr bieten Bild: Thomas Eisenhuth/dpa

«Nach zwei Monate langen Verhandlungen hat die Chefetage von United die Grundlagen für einen Vertrag mit dem 24-Jährigen gelegt, der der erste von einigen hochklassigen Neuzugängen sein soll», schrieb die Zeitung.

Nach Angaben der Zeitung soll der angestrebte Transfer ManUnited etwa 20 Millionen Pfund (etwa 25 Millionen Euro) kosten. In Großbritannien würde Kroos dann auch wieder auf seinen ehemaligen Bayern-Trainer Louis van Gaal treffen, unter dem er in der Saison 2010/2011 in München zu den gesetzten Profis zählte, in 33 Pflichtspielen zum Einsatz kam und zwei Treffer erzielte.

Kroos hat als derzeit einziger Stammspieler bei den Bayern nur noch einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison - und könnte dem Verein im Sommer im Falle eines Transfers noch viel Geld einbringen. Im Moment bereitet sich Kroos mit dem Nationalteam in Südtirol auf die WM vor, auch dort wurde die Meldung der britischen Zeitung registriert. «Das hatten wir bei jedem Turnier. Spekulationen werden wir nicht vermeiden können», sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff. Zu Gesprächen wechselwilliger Spieler mit Vereinen dürfe es in der sensiblen Vorbereitungsphase aber nicht kommen, forderte er.

Die Münchner um Trainer Pep Guardiola wollen Kroos zwar eher halten, ihr Angebot um eine Vertragsverlängerung über Juni 2015 hinaus in finanzieller Hinsicht aber nicht mehr erhöhen. «Das ist der Stand der Dinge, keine Frage», sagte Präsident Karl Hopfner in einem Interview des «Kicker»: «Gewisse finanzielle Grenzen werden wir weiter nicht überschreiten.» Es werde zwar «sicher weitere Gespräche» mit Kroos geben, «irgendwann muss der Spieler aber sagen, was er will», betonte Hopfner. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge beteuerte in einem Interview auf der vereinseigenen Website: «Unser Ziel ist es, den Vertrag zu verlängern. Das gilt nach wie vor. Wenn nicht, werden wir uns andere Gedanken machen müssen.»

Kroos selbst scheint einem Wechsel nach England grundsätzlich nicht abgeneigt. «Es ist kein Geheimnis, dass die Premier League keine ganz schlechte Liga ist», hatte er zuletzt gesagt. Er sei «ein Mensch, für den vieles möglich ist.» Kroos wäre nach Mesut Özil, Per Mertesacker, Lukas Podolski (alle FC Arsenal) und André Schürrle (FC Chelsea) der fünfte Spieler aus dem vorläufigen WM-Kader, der in der neuen Saison auf der Insel spielen würde.

Artikel Manchester Evening News

news.de/dpa

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