Basketball: Sportrechtler: Urteil zu Wiederholungsspiel «fragwürdig»

Ludwigsburg - Nach Ansicht eines Sportrechtsexperten ist die Neuansetzung des vierten Playoff-Viertelfinals zwischen Ludwigsburg und dem FC Bayern durch die Basketball-Bundesliga BBL nicht überzeugend.

Bei der Rücknahme eines Freiwurfs des Ludwigsburgers Michael Stockton habe es sich nicht um einen Regelverstoß der Schiedsrichter, sondern um eine Tatsachenentscheidung gehandelt, sagte der Rechtsanwalt Joachim Rain von der Ludwigsburger Kanzlei Grub, Frank, Baumann, Schickhardt, Engler am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Dies mache «das Urteil der BBL fragwürdig».

Zwar räumten die BBL-Regularien den Unparteiischen die Möglichkeit ein, einen Freiwurf zurückzunehmen, wenn er von einem anderen als dem zuvor gefoulten Spieler ausgeführt worden sei. Dass sie jedoch zu der Auffassung gelangten, tatsächlich sei nicht Stockton, sondern ein anderer Profi der MHP Riesen gefoult worden, sei wiederum eine Tatsachenentscheidung, sagte Rain. Diese müsste gültig bleiben.

Nach Auffassung der BBL lag in der Rücknahme des Freiwurfs jedoch ein Regelverstoß vor, weil Stockton eben nicht der falsche, sondern tatsächlich der gefoulte Spieler gewesen sei. Daher setzte sie die Playoff-Partie in Ludwigsburg neu an. Eine Berufung des FC Bayern München lehnte sie ab.

news.de/dpa

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