Fußball: Italiens Trainer Prandelli: Wollen ins Finale

Florenz - Der viermalige Weltmeister Italien hat zu Beginn seiner Vorbereitung auf die Fußball-WM in Brasilien das Endspiel als Ziel ausgegeben.

Italiens Trainer Prandelli: Wollen ins Finale Bild: Maurizio Degl'innocenti/dpa

«Wir wollen bis zum Schluss dabei sein», sagte Nationaltrainer Cesare Prandelli in Florenz, wo das Team sein Trainingslager bezogen hat. «Es wird für alle schwer, uns zu schlagen, kein Team ausgeschlossen», kündigte Kapitän Gianluigi Buffon in der «Gazzetta dello Sport» an. «Wir haben die technischen und moralischen Qualitäten, um ganz weit zu kommen.»

Prandelli betonte, die italienische Mannschaft sei so organisiert, dass sie bis ins Endspiel vordringen könne, wenn sie sich auf ihre Geschlossenheit konzentriere. «Alle müssen verstehen, dass sie auch in wenigen Minuten etwas beitragen können», forderte er. «Wir müssen das Wir in den Mittelpunkt stellen, nicht das Ich, sonst wird es Probleme geben.» Das taktische Ziel seines Teams bei der WM müsse es sein, innerhalb eines Spiels das System ändern zu können.

Die 30 Spieler des vorläufigen Kaders arbeiten zunächst bis einschließlich Donnerstag im verbandseigenen Trainingszentrum in Coverciano bei Florenz. Nach drei Tagen Pause folgt dann die zweite Phase der Vorbereitung mit Testspielen gegen Irland, Luxemburg und den brasilianischen Club Fluminense. Die WM beginnt für die Azzurri mit der Partie gegen England (15. Juni/0.00 Uhr MESZ), es folgen Spiele gegen Costa Rica (20. Juni) und Uruguay (24. Juni).

Zu seinem endgültigen WM-Kader, den Prandelli am 2. Juni benennen muss, erklärte er: «Ich habe bereits eine Vorstellung, aber ich wünsche mir, dass ich bis zur letzten Minute Zweifel haben werde - dass die 30 Spieler hier mit Freude dabei sind.» Der Verzicht auf Routiniers wie Luca Toni und die Nominierung von jungen Spielern wie den von Borussia Dortmund umworbenen Ciro Immobile verteidigte Prandelli. «Die Erfahrung ist bei der WM nicht so entscheidend wie die Frische, die Kraft oder die Kondition», erklärte der Nationaltrainer.

news.de/dpa

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