Fußball: Messi, Ronaldo, Ribéry - WM-Stars ohne Form und Fitness

Berlin - Wayne Rooney wird im Urlaub mit einem riesigen roten Lolli fotografiert, Franck Ribéry zwickte zuletzt der Rücken - und auch Lionel Messi, Neymar und Cristiano Ronaldo sorgten zuletzt nicht gerade für fußballerische Feuerwerke.

Messi, Ronaldo, Ribéry - WM-Stars ohne Form und Fitness Bild: Paulo Cunha/dpa

Knapp vier Wochen vor der WM-Ouvertüre in Sao Paulo sorgt sich nicht nur Bundestrainer Joachim Löw um den körperlichen Zustand einiger Spitzenkräfte. Gleich mehrere Top-Stars der Branche sind vor der Weltmeisterschaft auf der Suche nach verlorener Verfassung.

«Form und Fitness sind sehr zentrale Kriterien», betonte Löw in den vergangenen Wochen immer wieder. Die Festspiele am Zuckerhut werden die Protagonisten der 32 WM-Teams vor immense Herausforderungen stellen. «Wir brauchen Spieler, die körperlich fit sind und mit den Gegebenheiten in Brasilien klarkommen können: Hitze, längere Reisezeiten, veränderte Anstoßzeiten, Zeitunterschiede», sagte Löw.

Was für die Titelmission der DFB-Elf gilt, lässt sich auf die anderen Nationen übertragen. Gastgeber Brasilien braucht die Offensivkünste von Jungstar Neymar, England ist auf die Torjägerqualitäten Rooneys angewiesen, Argentinien ohne einen Messi in Top-Form allenfalls Außenseiter. Doch ausgerechnet im Saisonkehraus schwächelten die vermeintlichen WM-Stars.

Messi durfte sich zwar über die Erhöhung seines Nettogehalts beim FC Barcelona von 13 auf 20 Millionen Euro pro Jahr freuen, blieb aber nicht nur im für den Liga-Titelkampf entscheidenden Heimduell gegen Atlético Madrid blass. Die Katalanen hätten gewinnen müssen, kamen aber nicht über ein 1:1 gegen den neuen spanischen Meister hinaus. Prompt wurde spekuliert, der viermalige Weltfußballer habe sich in den vergangenen Wochen in der Liga für die WM geschont.

Cristiano Ronaldo von Barcelonas Rivalen Real Madrid klagte jüngst über Oberschenkelprobleme, wird aber im Champions-League-Finale am Samstag in Lissabon gegen Atlético Madrid wieder dabei sein. Der Weltfußballer vom deutschen Gruppengegner Portugal gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten bei der immer wieder gern gestellten Frage: Wer wird der alles überstrahlende WM-Superstar?

Potenzial haben viele. Neben Ronaldo, Messi oder Neymar werden auch DFB-Kicker Mesut Özil, die Uruguayer Luis Suárez und Diego Forlán, der Italiener Mario Balotelli, der Niederländer Arjen Robben oder eben der Engländer Rooney und der französische Filou Ribéry genannt.

Immerhin haben die Star-Anwärter nun noch mehr als 20 Tage Zeit, in den Camps ihrer Nationalteams Körper und Seele in WM-Verfassung zu bringen. Sorgen ganz anderer Art plagen dagegen Kolumbiens Top-Stürmer Radamel Falcao. Der 28-Jährige wird nach seinem Kreuzbandriss wohl nicht rechtzeitig fit und die WM verpassen.

Fußball-WM 2014

news.de/dpa

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