Fußball: Abstiegskampf mit HSV raubt Slomka nicht den Schlaf

Hamburg - Mirko Slomka raubt der nervenaufreibende Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga nicht den Schlaf.

Abstiegskampf mit HSV raubt Slomka nicht den Schlaf Bild: Axel Heimken/dpa

«Für mich ist das nicht so eine Extremsituation, ich habe es schon mehrmals erlebt und weiß damit umzugehen», behauptet der 46-Jährige vor dem Herzschlagschlagfinale des Hamburger SV am Samstag beim FSV Mainz. Sowohl mit Jugendmannschaften als auch mit Hannover 96 habe er diesen Stress in seiner langen Trainerlaufbahn bereits durchlebt: «Sicher habe ich auch meine Macken, ich gehe viel Sport treiben und versuche mich auszupowern.»

Gedankenspiele zum möglichen Abstieg kosten den Fußballlehrer aber nicht die wichtige Nachtruhe: «Ich schlafe, bis der Wecker klingelt.» Derzeit schaue er so viele Fußball-Spiele, dass er am Abend nur noch müde sei. 2010 gelang ihm schon einmal in allerletzter Minute die Rettung. Da schaffte er am letzten Spieltag den Verbleib in Liga 1 mit Hannover 96 durch ein 3:0 in Bochum. Dennoch könne man die Situation nicht direkt vergleichen: Bochum habe auch ums Überleben gekämpft, Mainz habe eine tolle Saison gespielt und wolle sich für Europa empfehlen.

Die Erfahrung von Slomka soll den HSV trotz der schlechtesten Saison mit 20 Saisonniederlagen und zuletzt vier Pleiten in Serie einen Vorteil bringen. Mit Ruhe und Besonnenheit will er die Hanseaten in die Relegation führen. Das letzte Auswärtsspiel in Mainz gewannen die Norddeutschen mit 2:1.

Großer Hoffnungsträger ist der verletzungsanfällige Stürmer Pierre-Michel Lasogga, der schon zweimal nach einem Comeback direkt ein Tor erzielte. «Zwölf Tore in 19 Spielen machen sicher Hoffnung», meinte Slomka, der aber auch Kapitän Rafael van der Vaart hervorhebt: «Er hat zuletzt gegen Mainz getroffen». Besonders beim 1:4 gegen Bayern München habe der Niederländer mit einer guten Leistung hervorgestochen: «Er ist vorangegangen.» Überhaupt sei die Laufleistung zuletzt grandios gewesen.

Auch Marcell Jansen soll nach seiner Entzündung im Sprunggelenk wieder mitwirken. «Freue mich über die Nominierung! Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem Spiel in Mainz am Samstag!!», twitterte Jansen nach der Nominierung für den 30er Kader durch Bundestrainer Joachim Löw.

Darf der letzte Bundesliga-Dino überhaupt absteigen? «Sicher nein», ist Slomka überzeugt und lobt den enormen Teamgeist trotz der wochenlangen Negativerlebnisse: «Ich finde, wir haben einen sehr guten Zusammenhalt. Wir haben einen unbändigen Willen.»

Jansen auf Twitter

news.de/dpa

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