Hockey: HTHC Hamburg und Rot-Weiß Köln holen Hockey-Meistertitel

Hamburg - Der Harvestehuder THC Hamburg hat seinen Aufstieg zum FC Bayern München des Hockeysports in Deutschland vollendet.

Nach dem historischen ersten Doppeltriumph im Hallen-Europapokal und in der EuroHockeyLeague machten die HTHC-Herren mit dem Gewinn des deutschen Feld-Meistertitels das Triple perfekt. Im Endspiel der Endrunde in Hamburg setzten sich die Hanseaten am Sonntag mit einem beeindruckenden 5:1 (1:1) gegen Titelverteidiger Rot-Weiß Köln durch und holten das erste Feldchampionat seit 2000. Die Rot-Weißen mussten sich mit dem Erfolg ihrer Damen trösten, die Gastgeber Uhlenhorster HC in einem dramatischen Finale im Siebenmeterschießen 7:6 besiegten.

«Einen höheren Titel als den des EHL-Siegers gibt es zwar nicht, aber in einer so ausgeglichenen Liga deutscher Meister zu werden, ist der tolle Abschluss einer langen Saison», sagte HTHC-Coach Christoph Bechmann. Welthockey-Spieler Tobias Hauke und Torhüter Tobias Walter vom HTHC wurden zu Top-Spielern der Endrunde gewählt.

Nach dem Rückstand durch Moritz Trompertz' Rückhandschuss war es gut für den hochmotivierten HTHC, dass Moritz Polk (34.) rasch ausglich. Nach der Pause drängten die Hanseaten, die am Vortag den Lokalrivalen UHC besiegt hatten, auf die Entscheidung. Und wurden belohnt: Tobias Lietz (46./Strafecke), Tobias Brinkmann (61./66.) und Michael Körper (70.) stellten den dritten großen Erfolg binnen drei Monaten für den HTHC sicher. «Der HTHC-Sieg war verdient», räumte Kölns Ex-Nationalspieler Philipp Zeller ein.

Zuvor hatten sich die Kölner Rot-Weiß-Damen ihren fünften Feldtitel gesichert. Wie schon im Halbfinale gegen den Club an der Alster behielten die Rheinländerinnen gegen den UHC im Siebenmeterschießen die Nerven. Zur tragischen Figur der UHC-Damen, die im Finale schon 2:0 und 3:1 geführt hatten, wurde Jana Teschke, die mit ihren beiden Versuchen an Torfrau Julia Ciupka scheiterte. Köln ist Nachfolger des Berliner HC, der dem UHC Hamburg im Halbfinale 0:2 unterlag.

«So wie die Mannschaft immer an den Sieg geglaubt hat, habe ich an mich geglaubt», sagte Ex-Nationalspielerin Marion Rodewald, die den entscheidenden Siebenmeter verwandelte. Ebenso selbstbewusst gab sich nach dem Happy End Meistercoach Markus Lonnes: «Dieser Titel war von Saisonbeginn unser Ziel.» Sein Kollege Claas Henkel, dessen UHC die dritte Finalniederlage in Serie kassierte, meinte frustriert: «Das bittere Ende wird uns noch eine Weile wehtun.»

news.de/dpa

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