Sportpolitik: Harting nach massiven Vorwürfen selbst in der Kritik

Frankfurt/Main - Einen Tag nach seinen massiven Vorwürfen gegen führende Funktionäre des Deutschen Olympischen Sportbunds steht Diskus-Olympiasieger Robert Harting nun selbst in der Kritik.

Harting nach massiven Vorwürfen selbst in der Kritik Bild: Ole Spata/dpa

Harting liege in einigen Punkten falsch, schrieb der zweifache Bahnrad-Olympiasieger und Vizepräsident des Landessportbundes Berlin, Robert Bartko, in der «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

«Ich habe den größten Respekt vor der Energie, die Robert nicht nur für seinen Sport, sondern auch für sein Engagement für die Sportlotterie aufbringt», meinte Bartko in einem Gastbeitrag. Er fände es aber besser, «wenn er sie dort einsetzte, wo verhärtete Strukturen konstruktiv verändert werden müssen, statt alles auf den Kopf zu stellen und eine weitere Organisation zu gründen.»

Harting hatte einigen Spitzenfunktionären via FAZ vorgeworfen, seine Sportlotterie verhindern zu wollen und dabei sogar von «mafiösen Strukturen» gesprochen. Der Welt- und Europameister hat zusammen mit einem Partner eine private Sportlotterie (DSL) gegründet, mit deren Gewinnen künftig Spitzensportler gefördert werden sollen.

Das Problem sei vielmehr: «Wir haben zu viele Töpfe, die von zu vielen Institutionen gespeist werden, zu viele Organisationen, die ihr Eigenleben entwickeln und Ansprüche erheben gegenüber Sport und Athleten.» Man müsse die «Struktur des Spitzensports vereinfachen», sagte Bartko.

news.de/dpa

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