Von news.de-Redakteur Ullrich Kroemer - 04.12.2013, 11.24 Uhr

Essstörungen!: Sky-Moderatorin Jessica Kastrop beichtet ihre Magersucht

Zwölf Jahre kämpfte Sky-Moderatorin Jessica Kastrop als junge Frau mit Essstörungen. Sie beichtet: «Ich aß sogar Wattebällchen». In Ihrem Buch beschreibt sie die schwersten Jahre ihres Lebens und ihren Einstieg als Sportreporterin.

FOTOS: Sexy im TV Die schönsten Sportmoderatorinnen
zurück Weiter Seit Juli 2013 arbeitet sie bei Sport1 als Moderatorin, Field Reporterin und Beitragsmacherin.[2] (Foto) Foto: Twitter.com/LauraWontorra Kamera

Fußballfans kennen Jessica Kastrop als blonde Allzweckwaffe von Pay-TV-Sender Sky. Ein attraktives Vollweib, das in der Männerdomäne Fußball-Bundesliga besteht. Die 39-Jährige gehört zur ersten Generation von Fußball-Moderatorinnen wie einst Monica Lierhaus, die sich als Fußball-Reporter durchsetzten. Man kann Kastrop mögen oder nicht: Es gibt nicht viele Frauen, die sich so souverän in der Fußballszene bewegen.

In ihrer heute erscheinenden Autobiografie mit dem Wortspiel-Titel «Blond kickt gut» berichtet die vor der Kamera stets gut gelaunte Blondine auch über die schlimmste Zeit ihres Lebens.

Jessica Kastrop und die Magersucht: «Ich aß Abschmink-Wattebällchen»

Im Alter von 15 Jahren erkrankte Kastrop an diversen Essstörungen. Die gebürtige Saarbrückerin wog damals bei einer Größe von 1,66 Meter knapp 57 Kilogramm, war also etwas pummelig, keinesfalls fett. Ausgelöst durch einen Rat ihrer Eltern begann sie mit einer «Einstiegsdiät», die schließlich zur Magersucht und zum völligen Kontrollverlust führte. «Bei einer Freundin aß ich Abschmink-Wattebällchen der Mutter, weil ich von Models gelesen hatte, die das taten, um ihren Hunger zu dämpfen.»

Kastrop hörte fast komplett auf zu essen, nahm nur eine Möhre pro Tag zu sich. Ihr Gewicht reduzierte sie in einem halben Jahr auf 40 Kilogramm. Nach einer Fressattacke wurde Kastrop in eine Jugendklinik eingewiesen, wo sie gemeinsam mit essgestörten und psychisch kranken Jugendlichen lernen sollte, wieder zu essen.

Jessica Kastrop und die Fresssucht: «Ich hatte ohne Ende Fressattacken, vergaß aber zu kotzen»

Doch die Störung schlug nach der Entlassung aus der Klinik ins Gegenteil um. «Ich stopfte alles in mich hinein, was ich finden konnte», schreibt Kastrop. «Ich hatte ohne Ende Fressattacken, vergaß aber zu kotzen.»

Insgesamt zwölf Jahre kämpfte Kastrop mit Essstörungen. «Und auch heute noch fühle ich mich oft zu dick. Manche Dinge ändern sich leider nie.» Dabei braucht sich Kastrop über ihr Gewicht heute wohl keine Gedanken mehr zu machen. Immerhin, so schreibt sie, habe ihr ein Kicker schon einmal einen Heiratsantrag gemacht. Den Namen des Spielers verrät sie allerdings nicht ...

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