Formel 1 Mercedes mit Chef, Glock ohne Cockpit

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Die Suche von Mercedes ist beendet. Fünf Wochen nach der Trennung von Norbert Haug hat der Autobauer einen neuen Motorsportchef: den Österreicher Toto Wolff. Ein anderes Team verabschiedet sich indes von einem deutschen Fahrer - weil die Sponsoren fehlen.

Fünf Wochen nach der Trennung von Motorsportchef Norbert Haug hat Mercedes das Machtvakuum gefüllt und will mit dem Österreicher Toto Wolff die Pleitenserie der Silberpfeile stoppen.

Wie der schwäbische Autobauer am Montag mitteilte, soll der 41-Jährige die Koordination aller Mercedes-Benz-Motorsportaktivitäten übernehmen. Wolff kommt vom Formel-1-Rivalen Williams.

Wolff auch im Mercedes-Aufsichtsrat

Damit schloss Mercedes die Lücke nach der Trennung von Haug, der Mitte Dezember nach einem der sportlich erfolglosesten Jahre seit langem seinen Hut nehmen musste. Als Nachfolger des 60-Jährigen komplettiert der Investor und Motorsport-Manager Wolff zusammen mit Teamchef Ross Brawn und Niki Lauda als Aufsichtsratschef das Führungsteam des Formel-1-Rennstalls.

«Ich bin nicht nur großer Fan, sondern auch langjähriger Freund und Begleiter der Marke», erklärte Wolff. «Ich freue mich auf die Herausforderung und möchte neben den Vorbereitungen für eine erfolgreiche Rennsaison insbesondere auch eine gezielte Nachwuchsförderung in Angriff nehmen.»

Es gibt viel zu tun:

Wolff steht vor einer großen Herausforderung. Als neues Gesicht bei den Silberpfeilen muss er Mercedes nicht nur in der Formel 1, sondern auch im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) wieder auf Erfolgskurs bringen. Trotz des spektakulären Comebacks von Rekord-Champion Michael Schumacher 2010 hatten die Schwaben erst 2012 durch Nico Rosberg in China den ersten Grand Prix seit der Silberpfeil-Rückkehr vor drei Jahren geholt - und waren bald darauf erneut abgehängt worden.

Und auch auf der Baustelle DTM haben die erfolgsverwöhnten Schwaben Nachholbedarf. Markenrivale BMW schnappte ihnen in der abgelaufenen Saison gleich im ersten Jahr der Rückkehr den Titel weg.

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Deutscher Verlust für Formel 1

In einem anderen Rennstall, beim Formel1-Team Marussia, hat man indes noch ganz andere Sorgen:

Rennfahrer Timo Glock ist zu teuer geworden und muss deshalb gehen! Trotz eines noch bis 2014 laufenden Vertrags verkündete der klamme Rennstall die «einvernehmliche Trennung» nach drei Jahren.

«Obwohl es nicht der Weg ist, den ich erwartet hatte, freue ich mich auf meine zukünftigen Karrierechancen», wurde der 30-Jährige in der Mitteilung zitiert. Der Hesse könnte künftig im Deutschen Tourenwagen Masters für BMW an den Start gehen.

Damit haben für die neue Saison nur noch drei Deutsche ein Formel-1-Cockpit sicher: Weltmeister Sebastian Vettel, Mercedes-Pilot Nico Rosberg und Sauber-Fahrer Nico Hülkenberg. Letztmals waren in der Saison 2005 nur drei deutsche Piloten am Start.

Es fehlt das Geld

Ganz offen erklärte Marussia-Teamchef John Booth die Entscheidung in Sachen Glock mit wirtschaftlichen Zwängen. «Wir mussten Schritte einleiten, um unsere langfristige Zukunft zu sichern», sagte der Brite. Dem Vernehmen nach kann sich das Team das Millionen-Gehalt des Odenwälders nicht mehr leisten und sucht nach einem Fahrer, der mehr Sponsorengeld mitbringt. Als Kandidaten für den zweiten Stammplatz neben dem Briten Max Chilton werden die Brasilianer Bruno Senna und Luiz Razia gehandelt.

Marussia rutschte im vergangenen Jahr im letzten Rennen noch von Platz zehn auf Rang elf der Konstrukteurswertung. Damit erhält das Team kein Geld aus dem Vermarktungstopf der Königsklasse. Dies ist offenbar einer der Gründe für die Sparmaßnahmen. «Timo hat einen großen Beitrag für unser Team geleistet. Er ist ein fantastischer Fahrer», sagte Booth zum Abschied.

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zij/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • wwvmvtfkqt
  • Kommentar 2
  • 09.02.2013 09:19

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  • Degerlocher
  • Kommentar 1
  • 22.01.2013 13:09

Wir haben in den Jahren seiner Tätigkeiten auch das eine oder andere mal mit Ihm zu tun gehabt. Er hat es sehr geschickt angestellt, niemanden Anderen neben sich zu haben. Er hatte Zeit genug zu gehen, dießer Abgang war längst überfällig. Seine "Schäfchen hat er schon seit Jahren im Trockenen". Daher truert Ihm jetzt auch niemand hinterher.

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