Allofs holt Schuster Der blonde Engel landet in Wolfsburg

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Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Real Madrid, Besiktas Istanbul, ... VfL Wolfsburg: Bernd Schuster steht vor seinem ersten Bundesliga-Engagement. Im dritten Anlauf soll sich der «blonde Engel» mit dem VfL Wolfsburg einig geworden sein. Noch vor Weihnachten will der neue «Wölfe»-Manager Klaus Allofs den künftigen Trainer präsentieren.

Klaus Allofs war ein begnadeter Fußballer und ist ein erfolgreicher Manager. Nur Geheimnisse geheim halten kann der neue starke Mann beim VfL Wolfsburg nicht so gut. Als Allofs nach dem DFB-Pokal-Viertelfinaleinzug am Mittwochabend nach dem künftigen Trainer der VW-Elf gefragt wurde, wand er sich beinahe so ungeschickt wie vor seinem spektakulären Wechsel von Werder zu Wolfsburg.

Gequält antwortete Allofs auf die Frage, ob Schuster tatsächlich Trainer des VfL werde: «Das kann ich heute nicht sagen. Wir werden eine Entscheidung treffen, wenn wir sie treffen können.» An diesem Donnerstagmorgen delegierte Allofs Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner zurück zur zweiten Mannschaft. «Seit heute Morgen herrschen klare Verhältnisse», sagte Köstner nach einem Gespräch mit Allofs. Der 60-Jährige hatte die 1. Mannschaft im Oktober nach der Beurlaubung von Felix Magath auf dem letzten Tabellenplatz übernommen. «Klaus Allofs hat zur Mannschaft gesprochen und die Situation erklärt», berichtete Köstner. «Natürlich ist man traurig, wenn man eine Mannschaft verlässt.»

Als Spieler ein Titelhamster, als Trainer ein Wandervogel

In die Rückrunde wird Wolfsburg also in jedem Fall mit einem neuen Trainer starten. Die Chancen, dass Bernd Schuster Ende der Woche tatsächlich beim VfL vorgestellt wird stehen bei 99 Prozent. «Es ist richtig, dass Bernd Schuster ein Kandidat ist, aber es müssen alle Rahmenbedingungen stimmen», erklärte Allofs am Donnerstagvormittag. «Es gibt verschiedene Dinge zu klären.» Der frühere Nationalspieler soll einen Vertrag bis 2015 unterschreiben. Nach dem DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Augsburg und dem FC Bayern München am Dienstag soll sich Allofs mit Schuster in dessen Heimatstadt getroffen haben.

In der ersten Bundesliga hat Schuster, der am Samstag 53 Jahre alt wird, noch keinen Klub betreut. Nach seinen Anfängen als Trainer bei Fortuna und dem 1. FC Köln wechselte Schuster nach Spanien und machte sich dort nach den erfolglosen Stationen Deportivo Xerez und UD Levante bei Überraschungsklub FC Getafe einen Namen. Real Madrid (1988 bis 1990) wurde auf seinen Ex-Spieler aufmerksam und verpflichtete den blonden Engel. Als Spieler sammelte Schuster Titel, als Trainer errang er bei Real mit dem Gewinn der spanischen Meisterschaft seinen einzigen Erfolg. Nach seiner Entlassung bei den «Königlichen» versuchte sich Schuster erfolglos bei Besiktas Istanbul. Seit dem 15. März 2011 hat der Europameister von 1980 kein Team mehr betreut.

Bereits 2005 und 2010 stand Schuster kurz vor einem Engagement beim VfL. Doch damals entschied man sich am Mittellandkanal für Klaus Augenthaler beziehungsweise den Briten Steve McCLaren. Nun klappt es im dritten Anlauf offenbar mit Wolfsburg.

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zij/news.de/dpa

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