«Jahrhunderttrainer» fliegt Schalke trennt sich von Stevens

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat seinen Trainer Huub Stevens beurlaubt. Nach Angaben des Vereins vom Sonntag wird der bisherige U 17-Coach Jens Keller Nachfolger des Niederländers.

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Die Entscheidung fiel einen Tag nach der 1:3-Heimniederlage der Schalker gegen den SC Freiburg «im persönlichen Gespräch mit Huub Stevens im beiderseitigen Einvernehmen», hieß es. Nach zuletzt sechs sieglosen Ligaspielen in Serie geht Schalke nur als Tabellensiebter in die Winterpause. Stevens hatte noch einen Vertrag bis zum Saisonende. Er hatte den Verein aus Gelsenkirchen bereits von 1996 bis 2002 trainiert.

Die Entscheidung trafen die Verantwortlichen am Sonntagmorgen in einer Unterredung mit Stevens. Sie sei allen Beteiligten «angesichts der großen Verdienste, die sich der 59-Jährige um den Verein erworben hat, alles andere als leicht gefallen». Auch Co-Trainer Markus Gisdol wurde freigestellt.

Stevens betreute die Schalker bereits vom 9. Oktober 1996 bis zum 30. Juni 2002. Sein größter Erfolg war der Gewinn des UEFA-Pokals 1997. Zudem holte er mit dem Team zweimal den DFB-Pokal. Wegen dieser Triumphe wählten ihn die Fans des Clubs 2004 zum «Jahrhunderttrainer». Nach dem Rücktritt des damaligen Schalker Chefcoachs Ralf Rangnick aus gesundheitlichen Gründen übernahm Stevens die Profimannschaft der Gelsenkirchener am 27. September 2011 zum zweiten Mal und führte das Team in die Champions League. Hier erreichte er in dieser Saison als Gruppensieger das Achtelfinale.

Die Trennung von Stevens ist der dritte vorzeitige Trainerwechsel in der laufenden Bundesliga-Saison. Zuvor mussten Felix Magath beim VfL Wolfsburg und Markus Babbel bei 1899 Hoffenheim gehen.

Jens Keller ersetzt Stevens

Mit Jens Keller hat der FC Schalke 04 einen Mann aus dem eigenen Club zum neuen Cheftrainer gemacht. Seit Juli 2012 hat der 42-Jährige das U 17-Team der Gelsenkirchener trainiert, viel Erfahrung auf der Trainerbank hat der gebürtige Stuttgarter aber noch nicht. Nur bei einem zweimonatigen Intermezzo für den VfB Stuttgart im Jahr 2010 schnupperte er als Trainer Bundesliga-Luft.

Seine Bilanz damals war wenig überzeugend: In neun Spielen holte der frühere Bundesliga-Profi neun Punkte, nach nur 60 Tagen war schon wieder Schluss für ihn.Keller besitzt eine Fußballlehrer-Lizenz und war vor seiner Zeit als Cheftrainer beim VfB Co-Trainer unter Christian Gross sowie A- und B-Jugend Trainer bei den Stuttgartern. Seine aktive Karriere als Fußballer begann er 1981 beim VfL Wangen, sein letztes Bundesligaspiel bestritt er 2005 für Eintracht Frankfurt. Insgesamt 142 Spiele machte Keller in der höchsten Spielklasse für Stuttgart, 1860 München, Wolfsburg, Köln und Frankfurt. In der 2. Liga lief Keller 115 Mal auf.

1992 wurde der 42-Jährige mit den Stuttgartern deutscher Meister, wurde in der damaligen Saison jedoch nicht eingesetzt. Als Spieler war der Verteidiger ein Kämpfer und Malocher - Qualitäten, auf die er auch in seiner Zeit als Cheftrainer beim VfB setzte.

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boi/news.de/dpa

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 1
  • 16.12.2012 14:05

Das ist auf keinen FALL DIE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG !! Huup Stevens ist ein super guter Trainer und ich persoenlich bedauere DAS SEHR DAS ER GEFAUERT WURDE !!!!!!!!!!!!! Die besten Gruesse aus der Russischen Foerderation und Kopf hoch Huup Du bekommst ganz ganz schnell wieder einen Trainerposten dazu viel viel viel GLUECK von mir !

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