Champions League BVB-Bank überfällt Europa

Borussia Dortmund entdeckt seine Ersatzspieler: Nicht nur Reus, Götze und Lewandowski, sondern auch Kirch, Leitner und Schieber können Champions League. Mit einer B-Elf ließ der BVB der millionenschweren Truppe aus Manchester keine Chance.

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Der größte Unterschied zwischen Borussia Dortmund und den anderen europäischen Topklubs in der Champions League ist die Qualität auf der Bank. Im Gegensatz zum FC Bayern München etwa hat Dortmund deutliche Nachteile, was das Leistungsvermögen der Ersatzspieler angeht. So hieß es zumindest vor dem abschließenden Champions-League-Gruppenspiel gegen Manchester City.

Doch zum Abschluss dieser denkwürdigen Vorrunde in der «Königsklasse» zog Jürgen Klopp den nächsten Trumpf aus dem Ärmel, stellte im Vergleich zum Spiel gegen die Bayern sechs Mal um und schickte seine B-Elf aufs Feld. Die lieferte zwar keinen rauschenden Auftritt ab, hängte sich aber vor allem defensiv voll rein und ließen Milliardärsklub ManCity beim 1:0 (0:0) keine Chance.

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Kurios: Trotz der Unerfahrenheit in Abwehr und defensivem Mittelfeld - die Neulinge Oliver Kirch, Felipe Santana und Moritz Leitner hatten vor der Partie insgesamt gerade neun Champions-League-Spiele bestritten - hielt die Defensive gegen Mario Balotelli und Edin Dzeko. Rechtsverteidiger Oliver Kirch und der eingewechselte Leonardo Bittencourt gaben gar ihr Debüt in der Champions League. Und in der Angriffsspitze ackerte Sturmtank Julian Schieber (jetzt neun CL-Einsätze) und belohnte sich mit dem Siegtreffer.

«Es war ganz wichtig für uns zu sehen, dass wir sehr viele gute Spieler haben, dass wir eigentlich jeden da reinschmeißen können, weil alle das gewisse Niveau mitbringen», sagte Abwehrchef Mats Hummels. «Das war von allen eine sehr gute Bewerbung dafür, öfter Einsatzzeiten zu kriegen.»

Mit Genugtuung dürfen die BVB-Profis nach dem naiven Auftritt in der vergangenen Champions-League-Saison im hochklassigsten Klubwettbewerb der Welt überwintern. «Wir haben gesehen, dass in den letzten beiden Jahren doch viel Stammtischgeplauder dabei war bei dem, was über unsere internationalen Auftritte geschrieben wurde.» Glaubt man den Aussagen der Konkurrenten, geht der BVB sogar als einer der Titelmitfavoriten ins Achtelfinale, das am 20. Dezember ausgelost wird. AC Mailand, FC Porto sowie Juventus Turin, Chelsea oder Donezk (Entscheidung in der Gruppe E fällt an diesem Mittwoch) sind mögliche Gegner.

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iwi/news.de

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