Formel-1-Finale «Iceman» Räikkönen braucht einen Stadtplan

Kimi Räikkönen wollte mit seinem Formel-1-Boliden eine Abkürzung nehmen, doch der Weg war versperrt. «Vor elf Jahren war das Tor noch offen», sagt der coole Finne. Nun muss er reichlich Internet-Spott ertragen.

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Rückkehrer Kimi Räikkönen war in der verrückten Saison 2012 eine Bereicherung für die Formel 1 - nicht nur wegen seiner tollen und konstanten Rennen. Der Finne erreichte als einziger Pilot bei allen Rennen das Ziel, zuletzt war das dem Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber 2008 gelungen. Doch mehr noch als mit seiner starken sportlichen Leistung und dem dritten WM-Platz in seinem Comeback-Jahr hinter Sebastian Vettel und Fernando Alonso machte Räikkönen in Sao Paulo mit einem Ausritt der besonderen Art auf sich aufmerksam.

«Ich wusste, was ich mache, weil ich das Gleiche 2001 schon mal getan habe», schilderte Räikkönen die Szene in der 52. Runde, die in dem unfassbar spannenden Finale weltweit für große Erheiterung sorgte. Er war auf der rutschig-nassen Strecke mit seinem Lotus vom Kurs abgekommen und hatte einen asphaltierten Weg als Ausfahrt genommen. Problem nur: Dort, wo es wieder zurück auf die Strecke gehen sollte, ging es nicht weiter. Vor elf Jahren sei das Tor noch offen gewesen, meinte Räikkönen: «Diesmal hat es jemand zugemacht.»

Bei Twitter brachte das dem coolsten Typen im Fahrerfeld ordentlich Spott ein. Bildmontagen zeigen Räikkönen mit einem Stadtplan von Sao Paulo auf dem Cockpit - eine herrliche Vorstellung, wie der F1-Pilot bei Tempo 242 km/h eine Karte aus dem Handschuhfach kramt. Ein anderes Foto zeigt Kimi auf einer einsamen Straße, immer dem Horizont entgegen.

Letztlich rettete der Finne noch einen Zähler als Zehnter beim Großen Preis von Brasilien und damit seinen 19. Punkterang in 20 Rennen. Nur in China war der 33-Jährige als 14. nicht in die Top Ten gekommen. Sportlich krönte der «Iceman» seine Rückkehr in die Formel 1 nach zwei Jahren mit dem Sieg in Abu Dhabi. Von sich reden machte der gern wortkarge Champion von 2007 aber vor allem, als er auf dem Weg zu seinem Triumph in der Wüste genervt auf die Anweisungen seines Teams reagierte: «Lasst mich in Ruhe. Ich weiß, was ich tue.» Damit das so bleibt, will er auch dafür sorgen, dass im kommenden Jahr das Tor in Sao Paulo wieder geöffnet ist - für alle Fälle.

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kru/news.de/dpa

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