Von Werder zu Wolfsburg? Allofs windet sich wie ein Aal

Geht er oder bleibt er? Klaus Allofs im Kreuzverhör. (Foto)
Geht er oder bleibt er? Klaus Allofs im Kreuzverhör. Bild: dapd

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Werders Manager bereitet seinen Abgang vor: Statt klarer Äußerungen eierte Klaus Allofs unwürdig herum. Laut Medieninformationen soll er sich bereits mit Wolfsburgs Sponsor VW einig sein. Werders Bosse dagegen versuchen, Allofs zu halten.

«Zum Spiel wollten Sie gar nichts wissen?», blaffte Klaus Allofs zum Abschluss des Interviews mit Sky-Reporter Jens Westen. Nein, das Spiel - Werder Bremen verlor auf Schalke 1:2 - war an diesem Wochenende weniger interessant als die Frage, ob Bremens Manager tatsächlich mit dem Nordrivalen VfL Wolfsburg verhandelt. Genau das wollte Sky am Samstagnachmittag in Erfahrung bringen. Statt einer klaren Bestätigung der Anfrage, eines eindeutigen Dementis oder wenigstens der konsequenten Verweigerung der Aussage wand sich Allofs um die delikate Frage wie ein Aal.

«Im Fußball verändern sich die Dinge manchmal schnell», sagte der Manager, der seit 1999 bei Werder in verantwortlicher Position arbeitet. «Man muss nicht irgendeine Behauptung aufstellen, die man in einigen Wochen wieder zurückdrehen muss.» Außerdem: «Mein Aufsichtsrat kann mir auch nicht sagen, dass ich bis 2015 bleibe.»

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Laut Medieninformationen ist sich Allofs mit VW einig

Doch Werder will Allofs halten. Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke sagte am Sonntagabend zu Sport Bild plus: «Wir hoffen, dass Allofs seinen langfristigen Vertrag bei uns erfüllt. Davon gehen wir auch aus, da wir keinen anderen Stand haben.» Laut der stets bestens informierten Kreiszeitung Syke dagegen ist sich der Werder-Chef mit VfL-Sponsor VW weitgehend einig und wird einen Vertrag bis 2016 erhalten.

Das frisch gewählte Aufsichtsratsmitglied Marco Bode, Werder-Urgestein und Ex-Nationalspieler, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. In einem Interview mit news.de vor zwei Jahren hatte Bode auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, bei Werder Bremen ins operative Geschäft einzusteigen, so geantwortet: «Das könnte ein Thema werden. Aber ich warte jetzt nicht täglich darauf. Ich war ja im Frühjahr 2009 als Geschäftsführer bei Werder im Gespräch, damals hat es nicht geklappt. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann das richtige Timing dafür.» Falls Allofs tatsächlich gehen sollte, wäre vielleicht auch Bode eine Alternative.

Bringt Allofs Schaaf mit nach Wolfsburg?

Um das Personaltheater an der Weser nicht noch weiter auszudehnen, soll sich die Zukunft von Allofs bereits in dieser Woche entscheiden. Der VfL Wolfsburg sucht nach der Trennung von Trainer, Geschäftsführer und Manager Felix Magath möglichst schnell eine Nachfolgelösung. Allofs soll dabei als Manager der Kandidat Nummer eins sein, eine fällige Ablöse dürfte für das Tochterunternehmen des Volkswagen-Konzerns kein Problem sein. Laut bild.de sind dafür 2,5 Millionen Euro im Gespräch. Am 24. November treffen beide Klubs aufeinander - bis dahin sollte die delikate Personalie geklärt sein.

Das gilt auch für den Fall, dass der VfL neben Allofs dessen langjährigen Partner Thomas Schaaf nach Wolfsburg locken möchte. Entsprechende Spekulationen kamen schon gleich nach dem kolportieren Interesse an Allofs auf. Das eingeschworene Duo arbeitet im 14. Jahr in Bremen zusammen, feierte unter anderem das Double 2004 und führte Werder sechsmal in die Champions League. Falls tatsächlich beide gingen, wäre das eine der spektakulärsten Abwerbungen in der Bundesliga-Historie.

Der Coach selber verweigerte in den vergangenen Tagen - anders als Allofs - jeglichen Kommentar zu dem heiklen Thema. Schaaf erklärte mit einem verschmitzten Lächeln: «Egal, was ich sagen würde, es würde kommentiert und interpretiert werden.» Diesen Tipp hätte Schaaf auch seinem Freund Allofs geben sollen.

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zij/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 2
  • 13.11.2012 07:03
Antwort auf Kommentar 1

Na ok das hat sicherlich mit Geld was zu tun , mal ne andere frage : Wenn Du einen Arbeitgeber finden wuerdest der Dir eine Lukrative Summe jeden Monat zahlen tut , dann haettest Du garantiert auch zugeschlagen ODER ??? Und herr Alofs soll und muss Thomas Schaaf an seiner Seite haben die arbeiten PRIMA ZUSAMMEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  • Klaus S
  • Kommentar 1
  • 12.11.2012 22:46

Das ist doch für diese Herren alles nur noch eine Frage des Geldes.Mit Charakter hat das nichts mehr zu Tun.

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