Baumgartners Sprung Rekorde, die die Welt nicht braucht

Felix Baumgartner, ein verwegener Abenteurer und Pionier? Unsinn: Baumgartners fahrlässiger Risikosprung dient ausschließlich als Dauerwerbesendung eines profitorientierten Brauseproduzenten.

Extremsport: Die irrsten Weltrekorde

Stundenlang hockte Felix Baumgartner in der Wüste von New Mexico und musste schließlich - die Lungen voll Sauerstoff gepumpt - traurig wieder aus seiner Kapsel aussteigen. Wieder nichts mit dem Rekordsprung! Am Donnerstag soll es einen neuen Anlauf geben. Es bleibt also fürs Erste dabei, dass sich noch kein Mensch in Überschallgeschwindigkeit aus 37 Kilometern in die Tiefe gestürzt hat. Und? Wen interessiert das eigentlich? Ist das in irgendeiner Weise relevant?

Die Jagd nach aberwitzigen Rekorden treibt immer neue Blüten à la Baumgartner. Dabei ist es völlig unerheblich, wer wie weit mit einem Drachen geflogen ist oder wer den längsten Hochseillauf der Historie absolviert hat - Rekorde, die kein Mensch braucht. Außer die Sportler selbst, die hübsch Kasse machen, sich nebenbei ihren Adrenalinkick holen. Und vor allem dient sie den Firmen, die die sinnlose Rekordjagd sponsorn.

Die Menschen schauen zu, weil sich Baumgartner in den Tod stürzen könnte

Bereits in den 1960er Jahren hat es Sprünge aus der Stratosphäre gegeben. Damals war aus militärischen Forschungszwecken getestet worde, wozu ein Mensch in der Lage ist. Heute riskieren sogenannte Extremsportler im Dienste von marketinggeilen Unternehmen ihr Leben. Das macht schon aus Forschungszwecken wenig Sinn, noch fahrlässiger ist es jedoch aus reiner Abenteuerlust und Profitgier.

Baumgartners Sprung mutiert zur einwöchigen Dauerwerbesendung für den österreichischen Limonaden-Giganten. Red Bull dürfte es recht sein, dass Wetterkapriolen einen erneuten Anlauf nötig machen. Die Kosten von etwa 20 Millionen Euro müssen schließlich wieder eingefahren werden. Am Donnerstag werden im Internet wieder stundenlange Live-Übertragungen zu sehen sein - das Firmenlogo immer im Bild. Und die Menschen schauen zu, weil sich Baumgartner ja schließlich auch vor laufenden Kameras in den Tod stürzen könnte. Aber keine Bange, die Limo soll ja schließlich Flügel verleihen.

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mar/news.de

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Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Friedrich W.
  • Kommentar 4
  • 15.10.2012 14:41
Antwort auf Kommentar 3

...genauso sehe ich das auch- alles nur Neider ! Und der Journalist, welcher nicht sofort mit den Bildern Geld verdienen kann zieht die Sache in den Schmutz!

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  • Kast Leopold
  • Kommentar 3
  • 15.10.2012 11:32

war ja klar damit es wieder menschen gibt die vom neid verfressen sind wie so manche Redakteure NEID IST DIE GUNST DES BESITZLOSEN würde bei solchen aktionen ständig der name oder ein bild der NEIDER laufen hätten die mit sicherheit nichts dagegen

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  • Henry
  • Kommentar 2
  • 14.10.2012 03:10

Ich finde Rekordversuche gehören zum Leben genauso dazu wie andere Rekorde in den normalen den nicht Extrem Sportarten.Außerdem ist es total faszinierend zu sehen zu was manche Menschen im stande sind zu leisten.Ich finde das diesen Rekordversuchen eigentlich noch viel zu wenig beachtung gegeben wirdIch habe allergrößten Respekt vor solchen Leistungen und davor nur meinen Hut ziehen .Natürlich sind manche Rekordversuche total gefährlich usw., aber das ist das besondere und auch eiunmalige,weil diese Extrem-Rekordversuche nun mal nicht jede Woche widerholt werden .

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