FC Bayern München Streitdirektor Sammer geißelt den Schlendrian

Matthias Sammer
Die Karriere des neuen Bayern-Strategen

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Ein bisschen «Motzki», ein wenig Oberlehrer: Bayern München gewinnt 2:0 in Bremen und Matthias Sammer zetert, was das Zeug hält. Münchens Streit- und Sportdirektor rüttelt den Rekordmeister vor dem Champions-League-Auftritt im weißrussischen Borrissow wach.

Wenn man Matthias Sammer am Samstag in den Katakomben des Bremer Weser-Stadions reden hörte, hätte man meinen können, dass der Rekordmeister schon wieder in der Krise steckt. «Gewarnt haben wir genug, wir müssen aufwachen», motzte Sammer. Der Sportdirektor hatte «viele Fehler» gesehen, «viel Leerlauf», «im Prinzip war es lange Zeit ein richtiger Käse». Und: «Wenn wir uns einlullen lassen, sind wir auf dem Holzweg.»

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So kritisch ist ein 2:0-Auswärtssieg des FC Bayern schon lange nicht mehr aus den eigenen Reihen kommentiert worden. «Es geht immer darum, die Leistung zu bewerten und nicht immer nur das Ergebnis», erklärte Sammer oberlehrerhaft. Es hätte nur noch gefehlt, dass er vor «Angstgegner» Bate Borrisow warnt. Der weißrussische Tabellenführer, der sich eher nach UI-Cup statt nach europäischer Königsklasse anhört, ist Bayerns Gegner am Dienstag in der Champions League (20.45 Uhr/Sky und im news.de-Liveticker).

Borrissow hat seit 15 Spielen nicht verloren

Und in der Tat wird es spannend sein, zu beobachten, mit welcher Einstellung sich Bayerns geschätzt über 400 Millionen Euro teurer Kader bei der 20-Millionen-Truppe Borrissow präsentiert. Denn soviel steht fest: Ein angenehmer Gegner sind die Weißrussen mit Ex-Bundesligastar Alexander Hleb mit Sicherheit nicht. Das Team des erst 35 Jahre alten Trainers Viktor Goncharenko hat die vergangenen 15 Spiele nicht verloren - inklusive der sechs Qualifikationsspiele für die Gruppenphase der Königsklasse und das erste Gruppenspiel bei OSC Lille. Am Wochenende schoss sich Bate, dass für Baryssau Automobil- und Traktor-Elektronik steht, mit einem 5:1 in der Liga für die Bayern warm.

Gar nicht so unwahrscheinlich also, dass sich unmotivierte Bayern bei prognostiziertem Nieselregen in der europäischen Fußballprovinz schwer tun. Insofern ist Sammers überzogene Kritik Teil der Strategie, um sich nicht wieder wie in der vergangenen Spielzeit von den Lobeshymnen einschläfern zu lassen. Da schlich sich nämlich vor genau einem Jahr nach rauschhaften Siegen wie beispielsweise gegen den HSV (5:0) mit dem 0:0 in Hoffenheim der Schlendrian ein. Weitere Patzer wie das 1:2 bei Hannover 96 ließen den Vorsprung auf Borussia Dortmund in der Liga schmelzen. Leichtfertig vergebene Punkte, die am Ende zum Deutschen Meistertitel fehlten. Mit dem Streit- und Sportdirektor Sammer, der andere Töne als der handzahme Christian Nerlinger anschlägt, soll das kein zweites Mal passieren.

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kls/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 1
  • 05.10.2012 09:33

WAR SOFORT MEIENE MEINUNG GEWESEN ALS DER KUPFERKOPF ZUM FCB MUENCHEN GING DAS DIESER SCHUSS NACH HINTEN LOS GEHEN TUT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! UND DAS WAR ERST DER ANFANG UND ES KOMMT NOCH SCHLIMMER , JUP HEYNKES IST DER ALLER BESTE TRAINER IN DER BL UND ER LEASST SICH NICHT DIE BUTTER VOM BROT NEHMEN UND SCHON GARNICHT VON DIESEM DURAZELL KUPFERKOPF SAMMER !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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