Podolski und Klose Triumph der Legionäre

Bundesliga-Exporte
Deutsche Kicker im Ausland

Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
«Prince Poldi» und «Miro»-Mythos: Lukas Podolski beseelt Arsenal London, Miroslav Klose schießt Lazio Rom mit einem Doppelpack zum Traumstart. Immer mehr Fußballer aus Deutschland sorgen in Europas Top-Ligen für Furore.

Dieser Song war eigentlich für Robin van Persie reserviert. Fast immer wenn der Niederländer in den vergangenen acht Jahren eines seiner 96 Tore für Arsenal London schoss, intonierten die Fans den Song «He scores, when he wants ...», er trifft, wann er will.

Als Lukas Podolski am Sonntag bei Arsenals Gastspiel an der Liverpooler Anfield Road sein erstes Tor für seinen neuen Klub erzielte, widmeten die Fans der «Gunners» den Song kurzerhand dem Neuzugang aus Deutschland. Der bedankte sich mit einer weiteren Torvorlage und wurde bei seiner Auswechslung kurz vor Schluss mit Sprechchören verabschiedet. Der Kölsche Jung Lukas Podolski ist in seinem dritten Spiel für Arsenal London endgültig angekommen im Team von Trainer Arséne Wenger. Der lobte «Poldi» martialisch als «tödlichen» Spieler. Auch die englischen Zeitung waren voll von Lobeshymnen auf den neuen Prinzen von London.

Flüssige Interviews: Spricht Podolski besser englisch als deutsch?

Überhaupt fügte sich der 27-Jährige ohne Scheu in das Londoner Millionenensemble ein. Bereits wenige Tage nach seiner Ankunft bei Arsenal gab Podolski in erstaunlich flüssigem Englisch sein erstes Interview. Seine Aussagen hatten mehr Inhalt als die Mehrzahl seiner Auftritte vor deutschen Kameras.

Kurz darauf, am Rande des Ablöse-Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Köln, führte Podolski seine Teamkollegen durch die Stadt und posierte mit ihnen vor dem Kölner Dom. Im Spiel gegen den Klub seines Herzens erzielte er zwei Treffer, die seine gute Integration ins Spiel und in das Team der «Gunners» bereits erahnen ließen.

Die Lazio-Fans nennen Klose «Miro-Mito», Miro, den Mythos

Vor dem WM-Qualifikationsauftakt gegen die Färöer Inseln kommt Podolski ebenso gut gelaunt (Lieblingswort: «positiv») zum DFB-Team wie sein Arsenal-Teamkollege Per Mertesacker und vor allem Miroslav Klose. Gemeinsam mit den Real-Profis Mesut Özil und Sami Khedira gehören sie zu den fünf deutschen Nationalspielern, die im Ausland unter Vertrag stehen. Deutsche Legionäre sind wieder gefragt, das zeigen auch die zahlreichen weiteren Engagements deutscher Spieler im Ausland.

Miroslav Klose, der einzige nominelle Stürmer im Aufgebot des DFB, arbeitete am Wochenende im Trikot von Lazio Rom mit einem Doppelpack gegen US Palermo weiter an seinem Legendenstatus in der italienischen Hauptstadt. Auch Klose hat in Rom bereits ein eigenes Lied: «Nur wir haben Miro Klose», grölen die Lazio-Anhänger. Ehrfürchtig nennen ihn die Fans in der Kurve «Miro-Mito», Miro, den Mythos.

Im Gegensatz zu seiner Zeit beim FC Bayern ist Klose der unumstrittene Stürmer Nummer eins im Team von Lazio Rom. Dass er sich akzeptiert und geschätzt fühlt, war schon immer die Grundvoraussetzung für Kloses Spiel. Und mit Trainer Vladimir Petkovic und seinen Teamkollegen fühlt er sich offenbar genauso wohl wie in Italien. In seinen wenigen freien Tagen seit der EM urlaubte Klose erst eine Woche mit Familie auf Sardinien und danach eine Woche im Po-Delta beim Angeln. Ein Foto zeigt ihn mit einem gewaltigen Karpfen. Scheint so, als habe sich Lazio Rom mit Klose genau wie Arsenal London mit Podolski richtig dicke Fische geangelt.

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