Champions League im ZDF Das Coming-Out des Oliver Kahn

Von Trapattoni bis Völler
Legendäre TV-Ausraster
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Ullrich KroemerVon news.de-Redakteur
Champions-League-Premiere im ZDF und Debüt für das Duo Oliver Welke und Oliver Kahn: Eine Woche nach seinem «Vul-Kahn»-Ausbruch bestätigte der Ex-Nationaltorhüter beim Spiel in Mönchengladbach, dass er ein guter TV-Experte sein kann. Auch, weil Katrin Müller-Hohenstein nicht dabei war.

Vor einer Woche hatte der frühere Weltklassetorhüter Oliver Kahn sein Coming-Out als TV-Experte. Mit einem zornigen Plädoyer für Fußball als «Fehlervermeidungsspiel» machte der einstige Welttorhüter das erste Mal am Moderatorenpult von sich reden - starke Meinung statt weichgespülte Moderation. Bis dato waren Kahns Allgemeinplätze im Dialog mit ZDF-Mauerblümchen Katrin Müller-Hohenstein (KMH) so spannend wie ein Freundschaftsspiel, seine Analysen so wenig griffig wie ein nasser Ball. Noch bei der EM-Berichterstattung von der Bühne auf der Insel Usedom rutschte eine Phrase nach der anderen durch den Äther.

Eine Woche nach seinem vielgelobten Erweckungserlebnis stand Kahn erneut im Fokus: bei der Champions-League-Premiere des ZDF und seinem Debüt mit Moderator und Comedian Oliver Welke. Während das Geplänkel vor dem Duell zwischen Mönchengladbach und Dynamo Kiew noch gewohnt steif und sperrig geriet, konnte man sich nach der Partie des Eindrucks nicht erwehren, dass Kahn langsam ankommt in seinem Job als TV-Experte.

Beim Fußball lässt Welke die Kalauer meist außen vor - Gott sei Dank

Bei seinem ersten Auftritt im Doppel mit Welke analysierte der 43-Jährige selbstbewusster, formulierte weniger gespreizt - ein wenig gelang es ihm sogar, witzig rüberzukommen. Dazu trägt auch sein neuer Partner bei: Oliver Welke, den die meisten Menschen als Frontmann der satirischen heute-show kennen.

Wenn es um Fußball geht, lässt der Moderator mit der hohen Stirn seine Kalauer glücklicherweise meist außen vor. «Das sind zwei Tätigkeiten, die ich auch in den letzten Jahren immer sauber getrennt habe», sagte der 46-Jährige vor seiner Premiere mit Kahn. Unterhaltsam werde Fußball im günstigsten Fall von ganz alleine. Wenn Welke es dann doch einmal nicht lassen kann mit einem Späßchen, geraten die oft unlustig. Doch das ist die Ausnahme.

Während Kahn sich an KMH's Seite abmüht, einigermaßen sinnvolle Dialoge zu führen, gewinnt man bei der Moderatoren-Premiere des Oli-Doppels den Eindruck, dass Kahn und Welke sich die Bälle künftig flüssiger zuspielen können. Kahn war mit Welke zwar nach wie vor nicht sonderlich gut, aber immerhin weniger schlecht als im krampfigen Zusammenspiel mit Müller-Hohenstein.

Kahn ist erleichtert über den Moderatoren-Wechsel

«Ich kenne Oliver Welke ja schon sehr lange. Er hat mich als Aktiver oft interviewt und ich hatte heute das Gefühl, dass wir das schon immer zusammen machen. Es war locker, entspannt und ich denke, das wird noch viel Spaß bringen», sagte Kahn. Wie groß muss seine Erleichterung über den den ZDF-Neuzugang im Fußballteam sein.

Und auch Welke war zufrieden mit dem Debüt: «Ich habe gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind, dass man Oliver Kahn durchaus ärgern und auch unterbrechen kann und dass er das sogar ganz gut findet.» Und: «Es war das erste Mal und wir haben uns auf jeden Fall schneller zusammengefunden als die Gladbacher.» Während die Borussia bei der 1:3-Niederlage im Play-off-Hinspiel nach einer starken ersten halben Stunde zu viele Fehler machte und dafür die Quittung kassierte, hat ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz einen entscheidenden Fehler vermieden: das Duo KMH/Kahn auch in der Champions League auf die Zuschauer loszulassen. Wie Fußball ist auch Fernsehen bisweilen ein Fehlervermeidungsspiel.

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rut/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 1
  • 01.09.2012 12:28

unse OLLI der haette den POSTEN von diesem TOMATENKUGELKOPF HABEN MUESSEN , dann waere es beim FCB Muenchen GANZ GANZ GANZ ANDERS GELAUFEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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