Do., 23.05.13

Fußball Hannover problemlos 6:1 gegen Nöttingen

Hannover problemlos 6:1 gegen Nöttingen (Foto)
Hannover problemlos 6:1 gegen Nöttingen Bild: dpa

Reutlingen - Hannover 96 ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und locker in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Fußball-Bundesligist bezwang bei tropischen Temperaturen den baden-württembergischen Oberligisten FC Nöttingen standesgemäß 6:1 (2:0).

«Nöttingen hat uns das Leben sehr schwer gemacht», lobte Hannovers Trainer Mirko Slomka die sich tapfer wehrenden Badener. «Die waren in der Offensive sehr quirlig. Der größte Unterschied war die Effektivität vor dem Tor.»

Sergio da Silva Pinto mit einem Doppelpack (27. und 32. Minute), Leon Andreasen (47.), Jan Schlaudraff mit ebenfalls zwei Treffern (54./83.)) und Konstantin Rausch (78.) erzielten die Tore für die Niedersachsen. Leutrim Neziraj glückte vor 3186 Zuschauern im Reutlinger Stadion An der Kreuzeiche den verdienten Ehrentreffer (53.). «Ich kann mich trotz der Niederlage ein bisschen freuen», sagte der Nöttinger Stürmer. «Ein Tor gegen einen Bundesligisten kann mir in meinem Leben keiner mehr nehmen.»

Nöttingen musste mangels eines geeigneten eigenen Platzes ins knapp 90 Kilometer entfernte Reutlingen ausweichen. Dies erwies sich aber nicht als Nachteil. Wegen der Gluthitze legten beide Mannschaften mehrere Trinkpausen ein.

Hannover tat sich gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Amateure zunächst schwer. Nöttingen beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Defensive, sondern versuchte über Konter immer wieder, sich Entlastung zu verschaffen und selbst Druck auszuüben. Die größte Chance für den krassen Außenseiter in der ersten Halbzeit hatte Neziraj (30.). Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler konnte den Ausgleich jedoch verhindern.

Zuvor hatte da Silva Pinto die Niedersachsen mit einem präzisen Schuss in die linke obere Ecke in Führung gebracht. Der 31-Jährige sorgte fünf Minuten später mit einem Flachschuss für die Vorentscheidung.

Erstaunlicherweise brach Nöttingen nach dem Seitenwechsel weder spielerisch noch körperlich ein. Selbst nach dem schnellen 0:3 durch einen Kopfball des Dänen Andreasen gaben die Badener nicht auf. Verdienter Lohn der couragierten Gegenwehr war Nezirajs Treffer. Abgebrüht schob er den Ball an Zieler vorbei, nachdem Hannovers Abseitsfalle nicht funktioniert hatte.

Postwendend stellte Ex-Nationalstürmer Schlaudraff nach einem schnellen Angriff den alten Abstand wieder her. Im Duell der Namensvetter ließ Hannovers Konstantin Rausch dann Nöttingens Schlussmann Sascha Rausch keine Chance und erhöhte auf 5:1. Schlaudraff machte mit seinem zweiten Tor das halbe Dutzend voll. Aber selbst in dieser Phase und trotz des klaren Rückstands drängte der Fünftligist immer wieder auf den zweiten Treffer und hatte dabei mehrfach Pech.

«Ich bin insgesamt recht zufrieden», urteilte Slomka mit einer Einschränkung. «Nur mit der Innenverteidigung bin ich weniger zufrieden.» Die leistete sich einige Unkonzentriertheiten und Schnitzer.

news.de/dpa

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