Fußball Saarbrücken-Coach Luginger will Schalke ärgern

Saarbrücken-Coach Luginger will Schalke ärgern (Foto)
Saarbrücken-Coach Luginger will Schalke ärgern Bild: dpa

Saarbrücken - Für Jürgen Luginger ist es nicht nur ein Pokalknüller. Der Trainer des 1. FC Saarbrücken trifft am Sonntag mit dem Drittligisten auf den Champions-League-Teilnehmer FC Schalke 04 - und auf ein Stück seiner eigenen Geschichte.

Von 1988 bis 1994 lief der heute 44-Jährige 191 Mal für die «Königsblauen» in der ersten und zweiten Bundesliga auf und erzielte dabei neun Tore. 1991 stieg der gebürtige Ergoldinger mit den Gelsenkirchenern ins Fußball-Oberhaus auf.

Die Bindung zu Schalke ist seitdem nicht gerissen. «Sofern es die Zeit zulässt, spiele ich noch heute in der Traditionsmannschaft», erzählte Luginger. Am Sonntag wird die Verbundenheit des ehemaligen Defensivspielers jedoch ruhen. Einen packenden Erstrunden-Fight soll sein Team den erwarteten 25 000 Zuschauern im Ludwigsparkstadion gegen den haushohen Favoriten aus dem Ruhrpott bieten. «Wir wollten entweder einen machbaren oder einen attraktiven Gegner. Dass es ausgerechnet Schalke ist, freut mich natürlich umso mehr», sagte Luginger.

Die Saarländern trainiert Luginger seit Juli 2010. Er schaffte es, den Traditionsclub im dritten Jahr in Liga drei zu etablieren. Die absolute Talsohle hatten die «Blau-Schwarzen» zu diesem Zeitpunkt bereits durchschritten. 2008 war das Bundesliga-Gründungsmitglied bis in der Oberliga und somit in die Fünftklassigkeit abgestürzt. Es folgte der Durchmarsch zurück in die dritte Liga, von wo es zeitnah wieder ins Bundesliga-Unterhaus gehen soll. «Mittelfristig muss das Ziel natürlich Aufstieg lauten».

Die Modernisierung des in die Jahre gekommenen Ludwigsparks betrachtet Luginger als wichtigen Schlüssel, um die Pforte zur zweiten Liga aufzustoßen. Im März wurde eine Machbarkeitsstudie von der Stadt in Auftrag gegeben, der Umbau für etwa 28 Millionen Euro soll 2013 beginnen. 17 Millionen trägt das Land, elf die Stadt.

Der bisherige Saisonverlauf stellt den Fußballlehrer nicht zufrieden. Zwei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber - letztere allesamt gegen die Aufstiegsanwärter aus Osnabrück, Bielefeld und Aachen. Auf ein konkretes Saisonziel möchte er sich nicht festlegen: «Möglichst einstellig soll es sein.» Träumereien vom Aufstieg lässt der FCS-Coach aufgrund der teils zahlungskräftigen Konkurrenz nicht zu: «Wir müssen aufgrund unserer finanziellen Möglichkeiten realistisch bleiben. Vereine wie Aachen oder Heidenheim sind da eher in der Pflicht aufzusteigen.»

news.de/dpa

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