Fußball Überragender Holtby will sein U 21 zur EM führen

Offenbach - Nach der erneuten Galavorstellung des deutschen Fußball-Nachwuchses reifen im U-21-Team schon Titelträume. «Wir wollen uns für die EM qualifizieren und ganz klar Europameister werden. Das ist unser Ziel», sagte Lewis Holtby.

Überragender Holtby will sein U 21 zur EM führen (Foto)
Überragender Holtby will sein U 21 zur EM führen Bild: dpa

Beim grandiosen 6:1 (2:1)-Erfolg im ersten Länderspiel gegen Argentinien hat der Kapitän der DFB-Auswahl mal wieder eine glänzende Vorstellung abgeliefert, zwei Treffer erzielt und die Parole ausgegeben. «Wenn wir zusammenrücken, dann können wir die ganz großen Ziele auch erreichen», meinte der Mittelfeldspieler vom FC Schalke 04.

Nach dem neunten Sieg in Serie hat sich die bereits frühzeitig für die Playoffs zur EM 2013 in Israel qualifizierte Mannschaft von Trainer Rainer Adrion in den Kreis der Favoriten gespielt. Die Teilnahme an der Endrunde ist trotz der schwierigen Playoff-Spiele fest eingeplant. «Wir haben die EM 2011 verpasst, darum ist umso wichtiger, dass wir es diesmal schaffen», meinte Adrion vor den entscheiden Spielen im Oktober. Das Ticket zur EM wird allerdings über starke Gegner wie eventuell Spanien, Niederlande, England oder Italien führen.

Doch wer gegen Argentinien, immerhin Dritter der Südamerikameisterschaft und im U 20-Jahrgang sechsmal Weltmeister, so dominiert und sechs Treffer erzielt, muss auch keinen europäischen Gegner fürchten. «Mit den acht Siegen in der Qualifikation verschafft man sich einen gewissen Respekt, aber wir dürfen nicht arrogant werden», mahnte Holtby, der wie der Hamburger Maximilian Beister (23./(57.) und der eingewechselte Hoffenheimer Kevin Volland (67./90.+2) einen Doppelpack zum Prestige-Erfolg beisteuerte.

Für Adrion ist Holtby ein Glücksfall. Nicht nur, weil der Kapitän mit elf Treffern in 17 Länderspielen bester Torschütze des U 21-Teams ist, sondern vor allem wegen seiner integrativen Fähigkeiten. «Er zeigt den Anderen, was man tun muss und wie man als Bundesligaprofi auch höhere Ziele angehen muss. Nicht locker und leicht, sondern ganz konsequent in den Handlungen», befand Adrion.

Wichtigste Erkenntnis für den DFB-Coach war allerdings die Tatsache, dass die fünf Debütanten sich nahtlos eingefügt haben und eine Alternative darstellen. «Die Neulinge haben es sehr gut gemacht, aber auch weil die erfahrenen Spieler ihnen einen guten Halt gegeben haben», meinte Adrion, der diesmal wieder auf eine Reihe von Stammspielern verzichten musste. In den beiden letzten bedeutungslosen Qualifikationsspielen im September gegen Weißrussland und in Bosnien will der DFB-Trainer dann aber das Personal beisammen haben, das die Mannschaft zur Endrunde führen soll.

news.de/dpa

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