Bilanz von London 2012 Die Tops und Flops von Olympia

Bunte Schlussfeier
London verabschiedet sich von Olympia
Nachbildung der Tower Bridge. (Foto) Zur Fotostrecke

Von Christian Hollmann
17 Tage, 302 Entscheidungen, mehr als 10.000 Athleten - und jetzt ist Schluss mit Olympia in London. Lob gab es für Organisatoren, Hymnen für die Helden. Häme ernteten die Kampfrichter, Ärger bekamen die Badminton-Schummler. Glanzpunkte und Pannen der Spiele in London.

Die Olympia-Tops:

COES CREW: Die Olympia-Macher um Sebastian Coe legten nahezu perfekte Spiele hin - und ernteten zurecht Lob von allen Seiten. Das Urteil von IOC-Chef Jacques Rogge: «Absolut fabelhaft.» Bunt, menschlich, überschwänglich - eine hohe Messlatte für Rio 2016.

Lesen Sie zur Bilanz der Olympischen Spiele auch den news.de-Kommentar.

ECHTE KERLE: Bolt, Phelps, Harting. Die starken und schnellen Männer verliehen London goldenen Glanz. Sprintkönig Usain Bolt raste mit dem zweiten Dreifach-Gold endgültig zum Legendenstatus. Schwimmer Michael Phelps war wie in Peking der erfolgreichste aller Teilnehmer und ist nun Rekord-Medaillengewinner. Und Robert Harting? Schleuderte den Diskus am weitesten, zerriss sein Trikot, sprang über Hürden und war in seiner ansteckenden Freude selbst von Dieben nicht zu bremsen.

Olympia London 2012
Die deutschen Medaillengewinner
Hockey-Männer (Foto) Zur Fotostrecke

STARKE FRAUEN: Zum ersten Mal waren Sportlerinnen in jedem Team und in jeder Disziplin am Start. Die Premiere des Frauen-Boxens war ein voller Erfolg. Judoka Wodjan Ali Seraj Abdulrahim Shaherkani schrieb als erste Olympionikin aus Saudi-Arabien ein kleines, aber wichtiges Stück Geschichte.

DSCHI-BI: Die Gastgeber kamen nach Startschwierigkeiten aus dem Jubeln nicht mehr heraus. Bradley Wiggins, Andy Murray, Sir Chris Hoy, Jessica Ennis, Mo Farah, Ben Ainslie - Helden über Helden. Das Königreich war «very amused». Am Ende stand die beste Olympia-Bilanz von Team GB seit 104 Jahren - Heroes von David Bowie war die passende Begleitmusik.

STRANDJUNGS: Noch nie holten Europäer Gold im Beachvolleyball. Dann kam die deutschen Sandmänner Julius Brink und Jonas Reckermann. Nach dem Triumph auf der Horse Guards Parade lief nur die Party nicht ganz nach Wunsch: die Londoner Kneipen schlossen viel zu früh.

PFERDEFLÜSTERER: Vor den Augen der britischen Royals krönte sich Michael Jung auf Pferd Sam zum King der Vielseitigkeitsreiter. Zweimal Olympia-Gold, dazu noch Welt- und Europameister. Einmalig. In Rio 2016 will Jung das Kunststück wiederholen.

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