Olympia Kroatiens Wasserballer erstmals Olympiasieger

Kroatiens Wasserballer erstmals Olympiasieger (Foto)
Kroatiens Wasserballer erstmals Olympiasieger Bild: dpa

London - Kroatiens Wasserballer sind erstmals Olympiasieger. Der WM-Dritte und Weltliga-Gewinner besiegte in London Weltmeister Italien mit 8:6 (1:2, 2:0, 2:1, 3:3).

Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik feierte damit nach Silber 1996 ihren größten olympischen Erfolg im Wasserball seit der Unabhängigkeit. Ihr Trainer Ratko Rudic triumphierte zum vierten Mal bei Olympischen Spielen. 1984 und 1988 gewann er mit Jugoslawien, 1992 mit Italien. Der erfolgreichste Wasserball-Coach der Welt holte schon seine 22. Medaille.

«Die Goldmedaille ist die Belohnung für das hohe Niveau, das wir spielen», sagte Rudic. «Ich kann mich nicht daran erinnern, dass der Gewinner eines olympischen Turniers schon einmal so dominant gewesen ist.» Der 64-jährige Rudic sah sich im Trainer-Duell von London bereits zum zweiten Mal seinem ehemaligen Schüler Alessandro Campagna gegenüber, der 1992 als Spieler mit Italien Olympia-Gold geholt hatte. Im Gruppenspiel von London hatte Kroatien gegen Italien klar 11:6 gewonnen und war mit sieben Siegen souverän ins Endspiel eingezogen.

Rudic will Coach der Mannschaft bleiben. «Nach der Rückkehr nach Kroatien werde ich mit den Offiziellen darüber reden», sagte der Erfolgstrainer. Serbien sicherte sich wie vor vier Jahren in Peking Bronze. In einer Neuauflage des kleinen Finales von 2008 gewann der Europameister mit 12:11 (3:2, 1:3, 4:5, 4:1) gegen Montenegro. Im Schluss-Abschnitt wendete das Team von Coach Dejan Udovicic nach einem 8:11-Rückstand doch noch die Partie. Rang fünf ging durch an klares 14:8 gegen Spanien an Ungarn, das zuvor dreimal in Serie Olympiasieger geworden war.

Die deutsche Mannschaft hatte durch eine überraschende Niederlage Anfang April gegen Außenseiter Mazedonien die London-Qualifikation verpasst. Der EM-Fünfte hatte in diesem Jahr gegen beide Olympia-Finalisten bereits gewonnen. Bundestrainer Hagen Stamm hatte nach dem Scheitern angekündigt, seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern.

news.de/dpa

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