Olympia Storl drückt Kanutin Leonhardt die Daumen

Storl drückt Kanutin Leonhardt die Daumen (Foto)
Storl drückt Kanutin Leonhardt die Daumen Bild: dpa

London - Kugelstoß-Koloss geht Kanu gucken: David Storl wendet sich bei den Olympischen Spielen in London nun dem Sport seiner Freundin Carolin Leonhardt zu: Die 27-Jährige kämpft am Mittwoch um Gold im Viererkajak, und der Silbermedaillengewinner wird nach Eton rausfahren, um sie anzufeuern.

«Ich muss erst mal schauen, dass ich noch Karten bekomme. Und ich weiß gar nicht, wie ich da hinkomme», sagte der fünf Jahre jüngere Chemnitzer und ahnt: «Ich werde da noch ein bisschen aufgeregter sein als bei meinem Wettkampf.»

In der Nacht nach dem knapp verpassten Olympiasieg saß Storl noch bis um 3 Uhr im Deutschen Haus mit Trainer Sven Lang und Kollege Ralf Bartels zusammen. Carolin Leonhardt war erst am gleichen Tag aus Deutschland angereist und konnte bei dem Kugelstoß-Krimi, als ihrem Lebensgefährten nur drei Zentimeter zum polnischen Sieger Tomasz Majewski (21,89 Meter) fehlten, nicht im Olympiastadion sein. Die beiden konnten nur telefonieren. «Sie hat sich riesig gefreut», erzählte Storl.

Der 1,99 Meter große und 126 Kilo schwere Leichtathlet hat die zierliche Kanutin im vergangenen Jahr beim traditionellen Kurzurlaub der erfolgreichen deutschen Sportler in der Türkei kennengelernt. «Dort haben wir viel Zeit gemeinsam verbracht, und ich spürte von Tag zu Tag, dass da mehr ist, als sich immer nur an der Bar treffen zu wollen», sagte Leonhardt in der «Berliner Morgenpost». Ihre Beziehung haben die beiden aber erst kurz vor den Spielen öffentlich gemacht.

Leonhardt war schon 2004 in Athen Olympiasiegerin, 2008 in Peking wurde die Mannheimerin aber krank und fehlte bei der Goldfahrt. Jetzt hofft sie auf dem Dorney Lake auf einen weiteren Coup. «Mich beruhigt es, wenn ich weiß, dass David da ist und zuschaut.»

Der Kugelstoß-Weltmeister hat nicht die richtige Statur für das kippelige Kanu, aber er hat sich schon mal in eines gewagt. «Ich saß noch nicht einmal richtig im Boot, da lag ich auch schon im Wasser. Das ist nichts für mich», meinte er.

Nach Olympia werden die beiden mit dem deutschen Team «auf der MS Deutschland irgendwie nach Hause fahren», kündigte Storl an. «Danach geht es direkt in den Urlaub.» Die beiden freuen sich auf die gemeinsame Zeit nach vielen Trennungen wegen Trainingslagern und Wettkämpfen. Mehr als eine Woche ist aber nicht drin, denn für den Kugelstoßer geht es munter weiter: Am 24. August startet er beim Thumer Werfertag, am 25. August beginnt seine Ausbildung bei der Bundespolizei, am 30. August steht das Diamond-League-Meeting in Zürich an und am 2. September das ISTAF in Berlin.

news.de/dpa

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