Goldener Olympia-Dienstag Kompletter Medaillensatz in sechs Minuten

Olympia London 2012
Die deutschen Medaillengewinner

Bronze, Silber und Gold innerhalb von wenigen Minuten: Reiter Michael Jung krönte seinen 30. Geburtstag nach Mannschaftsgold mit dem Olympiasieg im Einzel, seine Kollegin Sandra Auffarth holte Bronze. Olympia-Debütant Sideris Tasiadis und Routinier Ole Bischof gelangen silberne Überraschungen.

Seinen 30. Geburtstag wird Michael Jung sein Lebtag nicht vergessen. Nach dem Olympiasieg mit der Mannschaft holte sich der Mann aus Horb am Neckar auf seinem Pferd Sam auch die Goldmedaille im Einzel. seine Teamkollegin Sandra Auffarth gewann mit ihrem Pferd Opgun Luovo Bronze. Silber sicherte sich die Schwedin Sara Algotsson-Ostholt mit Wega.

«Der Knoten ist jetzt durchgeschlagen», sagte Chef de Mission Michael Vesper nach dem ersten deutschen Gold in London erleichtert. «Silber war gestern die Zündkerze. Jetzt mit Gold springen wir auch in der Wertung nach oben.»

Die Entscheidung fiel am letzten Hindernis. Die vor dem finalen Spring-Durchgang führende Schwedin riss eine Stange und machte

Jung zum Doppel-Olympiasieger. Ihm gelang damit das selbe Kunststück wie Hinrich Romeike aus Nübbeln auf Marius vor vier Jahren in Hongkong. Der Vielseitigkeitsreiter ist der erste, der zur selben Zeit Welt- und Europameister sowie Olympiasieger ist.

Wenigen Stunden zuvor hatten Jung und Auffarth gemeinsam mit Ingrid Klimke (Münster) auf Abraxxas, Dirk Schrade (Sprockhövel) auf King Artus und Peter Thomsen (Lindewitt) auf Barny den Mannschafts-Triumph von 2008 wiederholt. Es war die erste deutsche Goldmedaille der Spiele in London.

Tasiadis holt beim Olympia-Debüt Silber

Slalom-Kanute Sideris Tasiadis hat bei den Olympischen Spielen im Canadier-Wettbewerb die Silbermedaille gewonnen. Der Europameister aus Augsburg fuhr im Finale in 98,09 Sekunden auf dem Wildwasser-Kanal im Lee Valley White Water Centre auf Platz zwei.

Schneller als der 22-Jährige war in London nur Tony Estanguet aus Frankreich. Der Olympiasieger von 2000 und 2004 benötigte 97,06 Sekunden. Dritter wurde Michal Martikan aus der Slowakei (98,31). Sideris Tasiadis hat damit die erste deutsche Olympia-Medaille in dieser Disziplin seit 2004 gewonnen. In Athen hatte Stefan Pfannmöller aus Halle/Saale Bronze geholt.

Am Vormittag hatte der Qualifikations-Vierte Tasiadis im Halbfinale souverän den Endlauf erreicht. Der Sportsoldat benötigte im Lee Valley White Water Centre 98,94 Sekunden. Er war damit Schnellster in seinem fehlerfreien Lauf und unterstrich damit noch einmal seine Ambitionen auf Edelmetall. Überraschend gescheitert war hingegen Lokalmatador David Florence. Der Weltranglisten-Erste und Mitfavorit aus Großbritannien belegte im Semifinale lediglich den zehnten Platz und verpasste dadurch das Finale der besten Acht.

Bischof verliert Final-Neuauflage von 2008

Ole Bischof hat bei den Olympischen Spielen in London die Silbermedaille im Judo gewonnen. Der 32-Jährige unterlag im Finale der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm dem Südkoreaner Kim Jae-Bum, den er vor vier Jahren bei seinem Olympiasieg in Peking bezwungen hatte. Bei der Neuauflage dominierte der neue Olympiasieger den Kampf klar, er gewann durch Yuko.

Bischof verpasste es trotz seiner erneuten olympischen Glanzleistung, als erster deutscher Judoka überhaupt zwei Mal Gold bei Sommerspielen zu erkämpfen. Der Ausnahme-Athlet aus Reutlingen hatte im Halbfinale mit einer Energieleistung den Amerikaner Travis Stevens durch Kampfrichterentscheid nach Verlängerung besiegt.

kru/news.de/dpa

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