Olympia London-Fan Boris Becker: «London ist "place to be"»

London-Fan Boris Becker: «London ist "place to be"» (Foto)
London-Fan Boris Becker: «London ist "place to be"» Bild: dpa

London - Ex-Tennis-Star Boris Becker feierte seine größten Triumphe in London. Und er liebt die Stadt. Die Olympia-Atmosphäre will sich der 44-Jährige natürlich auch nicht entgehen lassen.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa spricht er über die britische Hauptstadt, seine Erfahrung als Fackelträger und die Chancen der deutschen Tennisprofis beim olympischen Turnier.

Sie haben nach wie vor ein Haus in Wimbledon und sind ständig in London. Was macht diese Stadt für Sie aus?

Boris Becker: «Es ist die Multikulti-Metropole in Europa schlechthin - vielleicht sogar in der Welt. Ich würde London nur mit New York vergleichen wollen. Gerade in diesen Tagen, wenn die Welt London besucht, ist die Stadt mit ihren vielen Facetten - mit ihrer Geschichte, aber auch ihrer Moderne - "the place to be".»

Wie werden Sie hier die Olympischen Spiele erleben?

Becker: «Ich arbeite für die BBC als Kommentator und übertrage das Wimbledon-Turnier und dann noch einige Sportarten aus dem Olympiastadion. Das ist dann immer so auf Zuruf. Die meinen hier, dass ich mit meinem Englisch die Show aufheitere und doch immer auch etwas zu sagen habe. Ich glaube, das heißeste Ticket sind die 100 Meter der Männer - da will jeder hin. Mal schauen, wo ich da bin.»

Was trauen Sie den Deutschen beim olympischen Tennisturnier zu?

Becker: «Ich hoffe sehr, dass Angelique Kerber vielleicht sogar eine Medaille holt. Sie hat in Wimbledon vor wenigen Wochen das Halbfinale erreicht. Ich baue auch auf die Männer - auch das Männer-Doppel halte ich für sehr stark. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass Tommy Haas nominiert worden wäre nach seinen Erfolgen jetzt in Halle und Hamburg, aber leider gab es da eine politische Entscheidung.»

Sie durften in dieser Woche in London das olympische Feuer tragen. Welches Gefühl hatten Sie dabei?

Becker: «Ein sehr emotionales. Es war mir eine sehr große Ehre, gefragt zu werden - und dann auch vor über 10 000 Menschen laufen zu dürfen. Als Deutscher ist das nicht alltäglich in England - und das spricht für den Respekt, den ich hier in diesem Land erhalte.»

In England genießen Sie dank Ihrer drei Wimbledon-Siege einen besonderen Sporthelden-Status. Glauben Sie, dass Sie hier beliebter sind als in Deutschland?

Becker: «Das weiß ich nicht. Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl, ich bin Patriot und bekomme auch großen Zuspruch zu Hause. Die deutschen Medien sind allerdings sehr kritisch mir gegenüber, aber daran habe ich mich in den letzten 27 Jahren gewöhnt.»

news.de/dpa

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